Die 40 Großsheikhs des Naqshbandiyya-Sufi Ordens
6. Sheikh der goldenen Kette:

Sheikh Tayfur Abu Yazid al-Bistami

Möge Allah mit ihm zufrieden sein  26.04.2019
  • Sein Leben

    Bayazids Großvater war ein Zoroastrianer aus Persien. Bayazid machte ein außführliches Studium der Islamischen Rechtswissenschaft (sharia) und praktizierte eine absolute Form der Verleugnung des Ichs (zuhd). Sein ganzes Leben lang war er eifrig in der Ausübung der religiösen Pflichten und des freiwilligen Gottesdienstes.

    Er bittete seine Schüler (murids) inständig, ihre Angelegenheiten in die Hände Gottes zu legen und er bestärkte sie im wahrhaften Annehmen des Grundsatzes der tawhid (Einheit Gottes). Dieser Grundsatz bestand aus fünf wesentlichen Bestandteilen: Die Pflichten des Quran und der Sunnah einzuhalten, immer die Wahrheit zu sprechen, das Herz von Hass reinzuhalten, verbotenes Essen und die Erneurungen (bida) zu vermeiden.

    Von seinen Aussprüchen

    Bayazid sagte einmal: „Ich habe Gott durch Gott gefunden und Ich habe alles andere als Gott durch das Licht Gottes kennen gelernt.“ Er fuhr fort: „Gott hat Seinen Dienern Begünstigungen geschenkt, damit sie die Menschen näher zu Ihm bringen. Stattdessen sind sie von diesen Dingen so begeistert, dass sie von Ihm weiter weichen.“ Und er betete zu Gott: „ O Gott, Du bist der Schöpfer Allens, ohne dass sie es wussten, und Du hast ihnen etwas anvertraut, ohne dass sie es wollten. Wenn Du ihnen nicht hilfst, wer soll ihnen dann helfen?“

    Bayazid sagte, dass das höchste Ziel eines Sufis ist, die Vision Gottes im Diesseits zu erfahren. Zu dem sagte er: „Es gibt einige besondere Diener Gottes, die, falls Er im Paradies ihre Sicht auf Ihn verdeckte, Ihn wie die Bewohner der Hölle anflehten, sie von diesem Ort wegzunehmen.“

    Er sagte über die Liebe Gottes zu seinen Dienern: „Wenn Gott jemanden liebt, wird Er ihn drei Eigenschaften schenken, die zugleich ein Beweis für seine Liebe sind: Großzügigkeit wie die des Ozeans, Gunst wie die der Sonne, die jedem ihr Licht gibt und die Mäßigkeit wie die der Erde. Ein wahrer Liebender Gottes macht keine große Sache über sein Leid und nimmt an seinem persönlichen Gottesdienst wegen seinem reinen Glauben nie ab.“

    Ein Mann fragte einmal Bayazid: „Zeige mir eine Tat, mit der ich meinen Herr erreichen kann“ Er sagte: „ Liebe die Freunde Gottes so, dass sie dich lieben. Liebe sie so lange bis sie dich lieben. Denn Gott schaut auf die Herzen Seiner Heiligen und wenn Er deinen Namen in ihren Herzen liest wird er dir vergeben.“

  • Aus diesem Grund, werden die Naqshbandi Anhänger durch die Liebe zu ihren Sheikhs emporgehoben. Die Liebe trägt sie zu der Stufe der unaufhörlichen Zufriedenheit und ständigen Gegenwart im Herzen ihrer Geliebten.

    Viele muslimische Gelehrte zu seiner Zeit preisen Bayazid als den Ersten, der die Wirklichkeit des Entwerdens (fana) verbreitete. Sogar der strenggläubigste Gelehrte, Ibn Taymiyya, der im 7. Jahrhunder n.H lebte, bewunderte Bayazid dafür und betrachtete ihn als einen seiner Meister. Ibn Taymiyya lobte: „Es gibt zwei Klassen des fana: Eine ist für die vollkommenen Propheten und Heiligen und die andere ist für die Suchenden bei den Heiligen und frommen Leuten (saliheen).

    Bayazid al-Bistami gehört zur ersten Klasse der Erfahrung des Fanas; Dieses fana bedeutet vollständige Auflösung in Gott, und zwar nur in Ihm. Er akzeptiert nunmehr niemanden außer Gott. So betet er keinen außer Gott an und bittet von keinem außer von Ihm.“ Er fährt mit dem Zitat Bayazids fohrt: „ Ich will nichts zu wollen außer was Er will.“

    Es ist überliefert, dass Bayazid bekannt gab: „Ich trennte mich von dieser Welt drei mal, damit ich nicht mehr zu ihr zurückkehren würde und ging allein zu meinem Herrn, ohne irgendjemanden und ich rief Ihn allein um Hilfe an, in dem ich sagte: „O Gott, O Gott, mir bleibt keiner übrig außer Dir.“

    Zu dieser Zeit erfuhr ich die Wahrhaftigkeit meines Flehens in meinem Herzen und die Wahrheit über die Hilflosigkeit meines Egos. Sofort wurde die Annahme dieses Flehens von meinem Herzen wahrgenommen. Dies offenbarte mir eine Vision, in der ich nicht mehr in der Existenz war und völlig in Ihm verschwand. Schließlich führte er alles von dem ich mich getrennt hatte vor meine Augen und bekleidete mich mit Licht und mit Seinen Eigenschaften.“

    Bayazid rief: „Lobpreis gebührt Mir, für Meine außerordentliche Herrlichkeit!“ Und er sagte: „Und ich ging schon in den Ozean, als die Propheten noch am Ufer waren.“ Zudem ist von ihm folgendes überliefert: „Oh mein Herr, Dein Gehorsam mir gegenüber ist größer als meiner Dir gegenüber.“ Das bedeutet: „O Gott, du erfüllst meine Wünsche, obwohl ich Dir eigentlich erst noch gehorchen müsste.“

    Er bekannte: „Ich beging vier Fehler in meinen anfänglichen Schritten auf diesem Weg: Ich dachte, dass ich mich an Ihn genug erinnern würde, dass ich Ihn kannte, dass ich Ihn liebte und, dass ich Ihn suchte.

  • Als ich Ihn jedoch erreichte, sah ich, dass Seine Erinnerung meiner voraus ist, dass mein Wissen über Ihn nichts ist im Vergleich zu Seinem Wissen über mich, dass Seine Liebe mir gegenüber älter ist als meine Liebe zu Ihm und, dass Er schon nach mir suchte bevor ich Ihn suchte.“

    Adh-Dhahabi hat ihn vielmalig zitiert, z.B.: „Lobpreis gebührt Mir, für Meine außerordentlich Herrlichkeit!“ und „In diesen Umhang, den ich anhabe, ist nichts, außer Gott.“ Adh-Dhahabis Lehrer Ibn Taymiyya erklärte: „Er sah sich als nicht mehr exisitierend, sondern bezeugte nur noch die Existenz Gottes, was auf seine Verleugnung des Ichs zurückzuführen ist.“

    Adh-Dhahabi berichtet weiter: „Er sagte, O Gott was ist dein Feuer? Es ist nichts. Lass mich der einzige sein, der in die Hölle geht und beschütze dafür alle anderen. Und was ist schon dein Paradies? Es ist ein Spielzeug für Kinder. Und wer sind schon diese Ungläubigen, die du bestrafen willst? Sie sind Deine Diener. Vergib ihnen.“

    Ibn Hajar sagte bezüglich Bayazids berühmten Äußerungen ‚Gott kennt das Geheimnis, Gott kennt das Herz.’: „Was auch immer er aus dem Wissen der Wahrheiten gesagt hat, haben die Leute haben es nicht verstanden. Sie verachteten ihn und haben ihn sieben Mal aus seiner Stadt rausgeworfen. Jedes Mal wenn er rausgeworfen wurde, verbreitete sich schreckliches Leid unter den Menschen, bis die Leute ihn schließlich wieder zurückriefen, ihm Treue versprachen und ihn als wahren Heiligen annahmen.“

    Atta und Arusi berichten, dass Bayazid schmunzelte als er aus der Stadt verbannt wurde: „O gesegnete Stadt, deren Müll Bayazid ist!“

    Eines Tages verkündete Bayazid: „Gott der Gerechte hat mich in seine Gegenwart gerufen und gesagt: „O Bayazid wie bist du zu Meiner Gegenwart emporgestiegen?“. Ich antwortete: „Durch Zuhd, durch den Verzicht auf diese Welt.“ Er sagte: „Diese Welt ist so wertvoll wie der Flügel eines Mosquitos. Mit welchen Verzicht bist du gekommen?“ Ich erklärte: „O Gott, vergib mir.“ Dann versuchte ich: „Ich kam durch tawakkul, durch Vertrauen, zu Dir.“ Daraufhin erwiderte Er: „Habe Ich etwa Versprechen nicht eingehalten, die Ich dir gegeben habe?“ Ich antwortete: „O Gott, vergib mir.“ Dann bekannte ich: „O Gott, Ich kam zu Dir durch Dich.“ Jetzt sagte Gott: „Nun nehmen Wir dich an.“

    Er berichtete: „Ich war mit den Frommen und habe keinen Fortschritt gemacht.

  • Ich war zusammen mit den Kriegern und wieder brachte es mich nicht mal einen kleinen Schritt voran. Ich war mit denen, die auf extremste Weise beten und fasten und immer noch kam ich nicht voran. Daraufhin fragte ich Gott: „O Gott, was ist der Weg zu Dir?“ und Gott sagte: „Lass dich zurück und komme!“

    Ibrahim Khawwas sagte: „Der Weg, den Gott mir mit den feinsten Worten und der einfachsten Erklärung zeigte, war ‹Lass dein Eigen-Interesse in den zwei Welten, in dunya und im Jenseits, zurück und löse dich von allem außer Mir.› Das ist der beste und einfachste Weg zu Gott, dem Allmächtigen und Gepriesenen, und die vollkommenste und höchste Stufe die Einheit zu erkennen und niemanden und nichts außer Gott, dem Erhabenen, zu akzeptieren.“

    Einer der Anhänger von Dhul Nun al-Misri folgte Bayazid. Bayazid fragte ihn: „Was willst du?“ Er antwortete: “Ich will Bayazid.“ Er sagte: „O mein Sohn, Bayazid will Bayazid schon seit 40 Jahren und hat ihn noch immer nicht gefunden.“ Der Schüler von Dhul Nun ging dann zurück zu ihm und berichtete ihm von diesem Vorfall. Als er das hörte fiel er ihn Ohnmacht. Später erklärte er: „Mein Meister Bayazid hat sich in der Liebe Gottes verloren. Das ist der Grund, dass er sich nicht mehr finden kann.“

    Sie fragten ihn: „Lehre uns wie man die wahre Realität erreichen kann.“ Er sagte: „Durch das trainieren seines Ichs, durch Zurückgezogenheit.“ Sie fragten: „Wie?“ Er erläuterte: „Ich rief mein Ego auf, Gott, den Allmächtigen und Gepriesenen, zu akzeptieren und es widersetze sich. Ich schwor, dass ich nichts trinken würde und, dass ich nicht schlafen würde, bis ich mich selbst kontrollieren könnte.“

    Er sagte auch: „O Gott! Es ist nicht sonderbar, dass ich, als schwacher Diener, Dich liebe, es ist jedoch sonderbar, dass Du mich liebst, obwohl Du der König der Könige bist.“

    Er erinnerte sich: „30 Jahre lang wusch ich meine Zunge und meinen Mund für Seine Lobpreisungen, wenn ich mich an Gott erinnern und dhikr machen wollte.“

    Er erläuterte: „Solang ein Diener denkt, dass es unter den Muslimen jemanden gibt, der niedriger ist als er selbst, hat dieser Diener immer noch Stolz.“

    Sie fragten ihn: „Beschreibe deinen Tag und deine Nacht.“ Er erklärte: „Ich habe keinen Tag und keine Nacht, denn das ist etwas für die Leute, die noch von den Bedingungen der Schöpfung abhängen. Ich habe mich meiner selbst entledigt, genauso wie es die Schlange mir ihrer Haut macht.“

  • Über den Sufismus sagte Bayazid: „Es bedeutet das Ausruhen aufzugeben und das Leiden zu akzeptieren.“

    Über die Pflicht einem Meister zu folgen, schilderte er: „Wer keinen Sheikh hat, dessen Sheikh ist Shaytan.“

    Über das Suchen Gottes hat er gesagt: „Der Hunger ist wie eine Regenwolke. Wenn der Diener hungrig wird, wird Gott ihm Weisheiten in sein Herz regnen lassen.“

    Über seine Fürsprache gab er bekannt: „Wenn Gott mir die Fürsprache für all meine Zeit gewährt, werde ich nicht stolz sein, denn meine Fürsprache gilt nur soviel wie für ein Stück Lehm.“ Und „Wenn Gott mir die Fürsprache gewährt, dann würde ich sie als erstes bei denen einsetzen, die mir geschadet haben und die mich bestritten haben.“

    Über einen jungen Mann, der ein Stück Stoff von seinem alten Umhang als baraka (Segen) wollte, lachte Bayazid: „Würdest du die ganze Haut Bayazids nehmen und sie anziehen, würde es dir nichts nützen, solange du nicht seinen Beispiel folgst.“

    Man sagte zu ihm: „Der Schlüssel zum Paradies ist ‹La ilaha ill-Allah› (bekennen, dass es keinen Gott außer Gott gibt).“ Zu dem fügte er hinzu: „Das ist wahr, aber der Schlüssel ist da, um ein Schloss zu öffnen; und der Schlüssel solch eines Bekenntnisses funktioniert nur unter den folgenden Bedingungen:

    - eine Zunge, die nicht lügt und nicht hinter dem Rücken
      anderer redet
    - ein Herz ohne Verrat
    - ein Magen ohne verbotenem oder zweifelhaftem Essen
    - Taten ohne Begehren oder Erneuerungen

    Er sagte: „Das Ego oder das Ich schaut immer nach dieser Welt und der ruh (Geist) strebt immer nach dem nächsten Leben, nach marifat (spirituelles Wissen) und nach Gott, dem Allmächtigen und Gepriesenen. Der, der von seinem Ego besiegt wird, ist von den Zerstörten und der dessen Geist Sieger über das Ego ist, gehört zu den Frommen und der, dessen spirituelles Wissen das Ego besiegt, ist von den Gottesbewussten.“

    Ad-Dailami sagte: „Eines Tages befragte ich Abdur Rahman bin Yahya über den Zustand des Vertrauens in Gott (tawakkul). Er sagte: ‹Wenn du deine Hand in den Mund eines Löwen legst und du keine Angst außer vor Gott hast.›

  • Ich zog mich in mein Herz zurück, um Bayazid zu besuchen und ihn darüber zu befragen. Ich klopfte und hörte von Innen: ‹War das, was Abdur Rahman dir gesagt hat etwa nicht genug? Du kamst nur, um zu fragen und nicht, um mich zu besuchen.› Ich vestand und kam erneut ein Jahr später und klopfte erneut an seiner Tür. Dieses Mal antwortete er: ‹Sei willkommen mein Sohn, diesmal kamst du als ein Besucher und nicht als ein Fragender.›“

    Die Leute fragten ihn: „Wann wird ein Mann zu einem Mann?“ Er antwortete: „Wenn er seine Fehler kennt und sich damit beschäftigt, sie zu verbessern.“

    Er beschrieb: „Ich war zwölf Jahre lang mein eigener Goldschmied, fünf Jahre der Polierer des Spiegels meines Herzens und ein Jahr lang schaute ich in diesen Spiegel und sah um meinen Bauch den Gürtel des Unglaubens. Ich versuchte ihn zu durchschneiden und verbrachte dafür zwölf Jahre. Dann schaute ich erneut in diesen Spiegel und sah dieses mal den Gürtel in meinem Körper. Ich brauchte weiter fünf Jahre ihn zu durchtrennen. Dann verbrachte ich ein Jahr damit das anzuschauen, was ich vollbracht hatte. Daraufhin offenbarte Gott mir eine Vision, in der ich all seine Geschöpfe sehen konnte. Und ich sah, wie sie alle tot da lagen. Daher betete ich vier takbiras der janaza (Beerdigungsgebet) für sie.“

    Er verkündete einmal: „Würde man den Thron, alles was um ihn ist und alles was in ihm ist in die Ecke des Herzen eines Wissenden platzieren, dann würden dies in ihm komplett verloren gehen.“

    Über Bayazids Zustand berichtete al-Abbas ibn Hamza: „Ich betete hinter Bayazid das Dhuhr Gebet und als er seine Hände hob um ‹Allahu Akbar› zu sagen, konnte er es nicht aussprechen, aufgrund seiner Angst vor Gottes Heiligen Namen, zudem fing sein ganzer Körper an zu zittern und man konnte Geräusche hören wie sich seine Knochen brachen; Mich ergriff die Angst.“

    Munawi berichtet, dass eines Tages Bayazid den Unterricht eines faqihs (Rechtsgelehrten) besuchte, der gerade die Regeln der Erbschaft erklärte: „Wenn ein Mann stirbt und das-und-das hinterlässt, dann wird sein Sohn das-und-das bekommen, etc.“ Bayazid rief: „O faqih, O faqih! Was kannst du über einen Mann sagen, der nichts außer Gott zurückließ?“ Die Leute fingen an zu weinen und Bayazid fuhr fort: „Der Sklave besitzt nichts; wenn er stirbt, lässt er nichts außer seinen eigenen Hausherrn zurück. Er ist genauso wie Gott ihn anfangs erschaffen hatte.“

  • Danach fing er an zu rezitieren: „Du wirst zu Uns alleine kommen, so wie Wir dich anfänglich erschaffen hatten.“ [6:94].

    Sahl at-Tutsar schickte Bayazid einen Brief, in dem stand: „Hier ist ein Mann, der etwas getrunken hat, das ihn für immer erfrischt hält.“ Bayazid antwortete: „Hier ist ein Mann, der die ganze Existenz getrunken hat und dessen Mund jedoch trocken ist und vor Durst brennt.“

    Sein Verlassen dieser Welt

    Als Bayazid starb war er über 70 Jahre alt. Bevor er starb fragte ihn jemand, wie alt er sei. Er sagte: „Ich bin vier. 70 Jahre lang war ich verschleiert. Und ich konnte mich erst vor vier Jahren von meiner Verschleierung befreien.“

    Der 39. Sheikh der Goldenen Kette, Sultan al-Awliya Scheick Abdullah Daghestani, fragte nach diesen Ausspruch bei einem Treffen mit Khidr, der ihm erklärte, während er auf einige Gräber großer Gelehrter im muslimischen Friedhof zeigte: „Dieser hier ist 3 Jahre alt; jener dort ist 7; der andere ist 12.“

    Bayazid starb 261 n.H. Es wird gesagt, dass er an zwei Orten, in Damaskus und in Bistam in Persien, begraben ist. Das Geheimnis der Goldenen Kette wurde von Bayazid al-Bistami an Abul Hassan al-Kharqani überreicht.

  • Sein Leben

    Bayazids Großvater war ein Zoroastrianer aus Persien. Bayazid machte ein außführliches Studium der Islamischen Rechtswissenschaft (sharia) und praktizierte eine absolute Form der Verleugnung des Ichs (zuhd). Sein ganzes Leben lang war er eifrig in der Ausübung der religiösen Pflichten und des freiwilligen Gottesdienstes.

    Er bittete seine Schüler (murids) inständig, ihre Angelegenheiten in die Hände Gottes zu legen und er bestärkte sie im wahrhaften Annehmen des Grundsatzes der tawhid (Einheit Gottes). Dieser Grundsatz bestand aus fünf wesentlichen Bestandteilen: Die Pflichten des Quran und der Sunnah einzuhalten, immer die Wahrheit zu sprechen, das Herz von Hass reinzuhalten, verbotenes Essen und die Erneurungen (bida) zu vermeiden.

    Von seinen Aussprüchen

    Bayazid sagte einmal: „Ich habe Gott durch Gott gefunden und Ich habe alles andere als Gott durch das Licht Gottes kennen gelernt.“ Er fuhr fort: „Gott hat Seinen Dienern Begünstigungen geschenkt, damit sie die Menschen näher zu Ihm bringen. Stattdessen sind sie von diesen Dingen so begeistert, dass sie von Ihm weiter weichen.“ Und er betete zu Gott: „ O Gott, Du bist der Schöpfer Allens, ohne dass sie es wussten, und Du hast ihnen etwas anvertraut, ohne dass sie es wollten. Wenn Du ihnen nicht hilfst, wer soll ihnen dann helfen?“

    Bayazid sagte, dass das höchste Ziel eines Sufis ist, die Vision Gottes im Diesseits zu erfahren. Zu dem sagte er: „Es gibt einige besondere Diener Gottes, die, falls Er im Paradies ihre Sicht auf Ihn verdeckte, Ihn wie die Bewohner der Hölle anflehten, sie von diesem Ort wegzunehmen.“

    Er sagte über die Liebe Gottes zu seinen Dienern: „Wenn Gott jemanden liebt, wird Er ihn drei Eigenschaften schenken, die zugleich ein Beweis für seine Liebe sind: Großzügigkeit wie die des Ozeans, Gunst wie die der Sonne, die jedem ihr Licht gibt und die Mäßigkeit wie die der Erde. Ein wahrer Liebender Gottes macht keine große Sache über sein Leid und nimmt an seinem persönlichen Gottesdienst wegen seinem reinen Glauben nie ab.“

    Ein Mann fragte einmal Bayazid: „Zeige mir eine Tat, mit der ich meinen Herr erreichen kann“ Er sagte: „ Liebe die Freunde Gottes so, dass sie dich lieben. Liebe sie so lange bis sie dich lieben. Denn Gott schaut auf die Herzen Seiner Heiligen und wenn Er deinen Namen in ihren Herzen liest wird er dir vergeben.“

  • Aus diesem Grund, werden die Naqshbandi Anhänger durch die Liebe zu ihren Sheikhs emporgehoben. Die Liebe trägt sie zu der Stufe der unaufhörlichen Zufriedenheit und ständigen Gegenwart im Herzen ihrer Geliebten.

    Viele muslimische Gelehrte zu seiner Zeit preisen Bayazid als den Ersten, der die Wirklichkeit des Entwerdens (fana) verbreitete. Sogar der strenggläubigste Gelehrte, Ibn Taymiyya, der im 7. Jahrhunder n.H lebte, bewunderte Bayazid dafür und betrachtete ihn als einen seiner Meister. Ibn Taymiyya lobte: „Es gibt zwei Klassen des fana: Eine ist für die vollkommenen Propheten und Heiligen und die andere ist für die Suchenden bei den Heiligen und frommen Leuten (saliheen).

    Bayazid al-Bistami gehört zur ersten Klasse der Erfahrung des Fanas; Dieses fana bedeutet vollständige Auflösung in Gott, und zwar nur in Ihm. Er akzeptiert nunmehr niemanden außer Gott. So betet er keinen außer Gott an und bittet von keinem außer von Ihm.“ Er fährt mit dem Zitat Bayazids fohrt: „ Ich will nichts zu wollen außer was Er will.“

    Es ist überliefert, dass Bayazid bekannt gab: „Ich trennte mich von dieser Welt drei mal, damit ich nicht mehr zu ihr zurückkehren würde und ging allein zu meinem Herrn, ohne irgendjemanden und ich rief Ihn allein um Hilfe an, in dem ich sagte: „O Gott, O Gott, mir bleibt keiner übrig außer Dir.“

    Zu dieser Zeit erfuhr ich die Wahrhaftigkeit meines Flehens in meinem Herzen und die Wahrheit über die Hilflosigkeit meines Egos. Sofort wurde die Annahme dieses Flehens von meinem Herzen wahrgenommen. Dies offenbarte mir eine Vision, in der ich nicht mehr in der Existenz war und völlig in Ihm verschwand. Schließlich führte er alles von dem ich mich getrennt hatte vor meine Augen und bekleidete mich mit Licht und mit Seinen Eigenschaften.“

    Bayazid rief: „Lobpreis gebührt Mir, für Meine außerordentliche Herrlichkeit!“ Und er sagte: „Und ich ging schon in den Ozean, als die Propheten noch am Ufer waren.“ Zudem ist von ihm folgendes überliefert: „Oh mein Herr, Dein Gehorsam mir gegenüber ist größer als meiner Dir gegenüber.“ Das bedeutet: „O Gott, du erfüllst meine Wünsche, obwohl ich Dir eigentlich erst noch gehorchen müsste.“

    Er bekannte: „Ich beging vier Fehler in meinen anfänglichen Schritten auf diesem Weg: Ich dachte, dass ich mich an Ihn genug erinnern würde, dass ich Ihn kannte, dass ich Ihn liebte und, dass ich Ihn suchte.

  • Als ich Ihn jedoch erreichte, sah ich, dass Seine Erinnerung meiner voraus ist, dass mein Wissen über Ihn nichts ist im Vergleich zu Seinem Wissen über mich, dass Seine Liebe mir gegenüber älter ist als meine Liebe zu Ihm und, dass Er schon nach mir suchte bevor ich Ihn suchte.“

    Adh-Dhahabi hat ihn vielmalig zitiert, z.B.: „Lobpreis gebührt Mir, für Meine außerordentlich Herrlichkeit!“ und „In diesen Umhang, den ich anhabe, ist nichts, außer Gott.“ Adh-Dhahabis Lehrer Ibn Taymiyya erklärte: „Er sah sich als nicht mehr exisitierend, sondern bezeugte nur noch die Existenz Gottes, was auf seine Verleugnung des Ichs zurückzuführen ist.“

    Adh-Dhahabi berichtet weiter: „Er sagte, O Gott was ist dein Feuer? Es ist nichts. Lass mich der einzige sein, der in die Hölle geht und beschütze dafür alle anderen. Und was ist schon dein Paradies? Es ist ein Spielzeug für Kinder. Und wer sind schon diese Ungläubigen, die du bestrafen willst? Sie sind Deine Diener. Vergib ihnen.“

    Ibn Hajar sagte bezüglich Bayazids berühmten Äußerungen ‚Gott kennt das Geheimnis, Gott kennt das Herz.’: „Was auch immer er aus dem Wissen der Wahrheiten gesagt hat, haben die Leute haben es nicht verstanden. Sie verachteten ihn und haben ihn sieben Mal aus seiner Stadt rausgeworfen. Jedes Mal wenn er rausgeworfen wurde, verbreitete sich schreckliches Leid unter den Menschen, bis die Leute ihn schließlich wieder zurückriefen, ihm Treue versprachen und ihn als wahren Heiligen annahmen.“

    Atta und Arusi berichten, dass Bayazid schmunzelte als er aus der Stadt verbannt wurde: „O gesegnete Stadt, deren Müll Bayazid ist!“

    Eines Tages verkündete Bayazid: „Gott der Gerechte hat mich in seine Gegenwart gerufen und gesagt: „O Bayazid wie bist du zu Meiner Gegenwart emporgestiegen?“. Ich antwortete: „Durch Zuhd, durch den Verzicht auf diese Welt.“ Er sagte: „Diese Welt ist so wertvoll wie der Flügel eines Mosquitos. Mit welchen Verzicht bist du gekommen?“ Ich erklärte: „O Gott, vergib mir.“ Dann versuchte ich: „Ich kam durch tawakkul, durch Vertrauen, zu Dir.“ Daraufhin erwiderte Er: „Habe Ich etwa Versprechen nicht eingehalten, die Ich dir gegeben habe?“ Ich antwortete: „O Gott, vergib mir.“ Dann bekannte ich: „O Gott, Ich kam zu Dir durch Dich.“ Jetzt sagte Gott: „Nun nehmen Wir dich an.“

    Er berichtete: „Ich war mit den Frommen und habe keinen Fortschritt gemacht.

  • Ich war zusammen mit den Kriegern und wieder brachte es mich nicht mal einen kleinen Schritt voran. Ich war mit denen, die auf extremste Weise beten und fasten und immer noch kam ich nicht voran. Daraufhin fragte ich Gott: „O Gott, was ist der Weg zu Dir?“ und Gott sagte: „Lass dich zurück und komme!“

    Ibrahim Khawwas sagte: „Der Weg, den Gott mir mit den feinsten Worten und der einfachsten Erklärung zeigte, war ‹Lass dein Eigen-Interesse in den zwei Welten, in dunya und im Jenseits, zurück und löse dich von allem außer Mir.› Das ist der beste und einfachste Weg zu Gott, dem Allmächtigen und Gepriesenen, und die vollkommenste und höchste Stufe die Einheit zu erkennen und niemanden und nichts außer Gott, dem Erhabenen, zu akzeptieren.“

    Einer der Anhänger von Dhul Nun al-Misri folgte Bayazid. Bayazid fragte ihn: „Was willst du?“ Er antwortete: “Ich will Bayazid.“ Er sagte: „O mein Sohn, Bayazid will Bayazid schon seit 40 Jahren und hat ihn noch immer nicht gefunden.“ Der Schüler von Dhul Nun ging dann zurück zu ihm und berichtete ihm von diesem Vorfall. Als er das hörte fiel er ihn Ohnmacht. Später erklärte er: „Mein Meister Bayazid hat sich in der Liebe Gottes verloren. Das ist der Grund, dass er sich nicht mehr finden kann.“

    Sie fragten ihn: „Lehre uns wie man die wahre Realität erreichen kann.“ Er sagte: „Durch das trainieren seines Ichs, durch Zurückgezogenheit.“ Sie fragten: „Wie?“ Er erläuterte: „Ich rief mein Ego auf, Gott, den Allmächtigen und Gepriesenen, zu akzeptieren und es widersetze sich. Ich schwor, dass ich nichts trinken würde und, dass ich nicht schlafen würde, bis ich mich selbst kontrollieren könnte.“

    Er sagte auch: „O Gott! Es ist nicht sonderbar, dass ich, als schwacher Diener, Dich liebe, es ist jedoch sonderbar, dass Du mich liebst, obwohl Du der König der Könige bist.“

    Er erinnerte sich: „30 Jahre lang wusch ich meine Zunge und meinen Mund für Seine Lobpreisungen, wenn ich mich an Gott erinnern und dhikr machen wollte.“

    Er erläuterte: „Solang ein Diener denkt, dass es unter den Muslimen jemanden gibt, der niedriger ist als er selbst, hat dieser Diener immer noch Stolz.“

    Sie fragten ihn: „Beschreibe deinen Tag und deine Nacht.“ Er erklärte: „Ich habe keinen Tag und keine Nacht, denn das ist etwas für die Leute, die noch von den Bedingungen der Schöpfung abhängen. Ich habe mich meiner selbst entledigt, genauso wie es die Schlange mir ihrer Haut macht.“

  • Über den Sufismus sagte Bayazid: „Es bedeutet das Ausruhen aufzugeben und das Leiden zu akzeptieren.“

    Über die Pflicht einem Meister zu folgen, schilderte er: „Wer keinen Sheikh hat, dessen Sheikh ist Shaytan.“

    Über das Suchen Gottes hat er gesagt: „Der Hunger ist wie eine Regenwolke. Wenn der Diener hungrig wird, wird Gott ihm Weisheiten in sein Herz regnen lassen.“

    Über seine Fürsprache gab er bekannt: „Wenn Gott mir die Fürsprache für all meine Zeit gewährt, werde ich nicht stolz sein, denn meine Fürsprache gilt nur soviel wie für ein Stück Lehm.“ Und „Wenn Gott mir die Fürsprache gewährt, dann würde ich sie als erstes bei denen einsetzen, die mir geschadet haben und die mich bestritten haben.“

    Über einen jungen Mann, der ein Stück Stoff von seinem alten Umhang als baraka (Segen) wollte, lachte Bayazid: „Würdest du die ganze Haut Bayazids nehmen und sie anziehen, würde es dir nichts nützen, solange du nicht seinen Beispiel folgst.“

    Man sagte zu ihm: „Der Schlüssel zum Paradies ist ‹La ilaha ill-Allah› (bekennen, dass es keinen Gott außer Gott gibt).“ Zu dem fügte er hinzu: „Das ist wahr, aber der Schlüssel ist da, um ein Schloss zu öffnen; und der Schlüssel solch eines Bekenntnisses funktioniert nur unter den folgenden Bedingungen:

    - eine Zunge, die nicht lügt und nicht hinter dem Rücken
      anderer redet
    - ein Herz ohne Verrat
    - ein Magen ohne verbotenem oder zweifelhaftem Essen
    - Taten ohne Begehren oder Erneuerungen

    Er sagte: „Das Ego oder das Ich schaut immer nach dieser Welt und der ruh (Geist) strebt immer nach dem nächsten Leben, nach marifat (spirituelles Wissen) und nach Gott, dem Allmächtigen und Gepriesenen. Der, der von seinem Ego besiegt wird, ist von den Zerstörten und der dessen Geist Sieger über das Ego ist, gehört zu den Frommen und der, dessen spirituelles Wissen das Ego besiegt, ist von den Gottesbewussten.“

    Ad-Dailami sagte: „Eines Tages befragte ich Abdur Rahman bin Yahya über den Zustand des Vertrauens in Gott (tawakkul). Er sagte: ‹Wenn du deine Hand in den Mund eines Löwen legst und du keine Angst außer vor Gott hast.›

  • Ich zog mich in mein Herz zurück, um Bayazid zu besuchen und ihn darüber zu befragen. Ich klopfte und hörte von Innen: ‹War das, was Abdur Rahman dir gesagt hat etwa nicht genug? Du kamst nur, um zu fragen und nicht, um mich zu besuchen.› Ich vestand und kam erneut ein Jahr später und klopfte erneut an seiner Tür. Dieses Mal antwortete er: ‹Sei willkommen mein Sohn, diesmal kamst du als ein Besucher und nicht als ein Fragender.›“

    Die Leute fragten ihn: „Wann wird ein Mann zu einem Mann?“ Er antwortete: „Wenn er seine Fehler kennt und sich damit beschäftigt, sie zu verbessern.“

    Er beschrieb: „Ich war zwölf Jahre lang mein eigener Goldschmied, fünf Jahre der Polierer des Spiegels meines Herzens und ein Jahr lang schaute ich in diesen Spiegel und sah um meinen Bauch den Gürtel des Unglaubens. Ich versuchte ihn zu durchschneiden und verbrachte dafür zwölf Jahre. Dann schaute ich erneut in diesen Spiegel und sah dieses mal den Gürtel in meinem Körper. Ich brauchte weiter fünf Jahre ihn zu durchtrennen. Dann verbrachte ich ein Jahr damit das anzuschauen, was ich vollbracht hatte. Daraufhin offenbarte Gott mir eine Vision, in der ich all seine Geschöpfe sehen konnte. Und ich sah, wie sie alle tot da lagen. Daher betete ich vier takbiras der janaza (Beerdigungsgebet) für sie.“

    Er verkündete einmal: „Würde man den Thron, alles was um ihn ist und alles was in ihm ist in die Ecke des Herzen eines Wissenden platzieren, dann würden dies in ihm komplett verloren gehen.“

    Über Bayazids Zustand berichtete al-Abbas ibn Hamza: „Ich betete hinter Bayazid das Dhuhr Gebet und als er seine Hände hob um ‹Allahu Akbar› zu sagen, konnte er es nicht aussprechen, aufgrund seiner Angst vor Gottes Heiligen Namen, zudem fing sein ganzer Körper an zu zittern und man konnte Geräusche hören wie sich seine Knochen brachen; Mich ergriff die Angst.“

    Munawi berichtet, dass eines Tages Bayazid den Unterricht eines faqihs (Rechtsgelehrten) besuchte, der gerade die Regeln der Erbschaft erklärte: „Wenn ein Mann stirbt und das-und-das hinterlässt, dann wird sein Sohn das-und-das bekommen, etc.“ Bayazid rief: „O faqih, O faqih! Was kannst du über einen Mann sagen, der nichts außer Gott zurückließ?“ Die Leute fingen an zu weinen und Bayazid fuhr fort: „Der Sklave besitzt nichts; wenn er stirbt, lässt er nichts außer seinen eigenen Hausherrn zurück. Er ist genauso wie Gott ihn anfangs erschaffen hatte.“

  • Danach fing er an zu rezitieren: „Du wirst zu Uns alleine kommen, so wie Wir dich anfänglich erschaffen hatten.“ [6:94].

    Sahl at-Tutsar schickte Bayazid einen Brief, in dem stand: „Hier ist ein Mann, der etwas getrunken hat, das ihn für immer erfrischt hält.“ Bayazid antwortete: „Hier ist ein Mann, der die ganze Existenz getrunken hat und dessen Mund jedoch trocken ist und vor Durst brennt.“

    Sein Verlassen dieser Welt

    Als Bayazid starb war er über 70 Jahre alt. Bevor er starb fragte ihn jemand, wie alt er sei. Er sagte: „Ich bin vier. 70 Jahre lang war ich verschleiert. Und ich konnte mich erst vor vier Jahren von meiner Verschleierung befreien.“

    Der 39. Sheikh der Goldenen Kette, Sultan al-Awliya Scheick Abdullah Daghestani, fragte nach diesen Ausspruch bei einem Treffen mit Khidr, der ihm erklärte, während er auf einige Gräber großer Gelehrter im muslimischen Friedhof zeigte: „Dieser hier ist 3 Jahre alt; jener dort ist 7; der andere ist 12.“

    Bayazid starb 261 n.H. Es wird gesagt, dass er an zwei Orten, in Damaskus und in Bistam in Persien, begraben ist. Das Geheimnis der Goldenen Kette wurde von Bayazid al-Bistami an Abul Hassan al-Kharqani überreicht.

  • Sein Leben

    Bayazids Großvater war ein Zoroastrianer aus Persien. Bayazid machte ein außführliches Studium der Islamischen Rechtswissenschaft (sharia) und praktizierte eine absolute Form der Verleugnung des Ichs (zuhd). Sein ganzes Leben lang war er eifrig in der Ausübung der religiösen Pflichten und des freiwilligen Gottesdienstes.

    Er bittete seine Schüler (murids) inständig, ihre Angelegenheiten in die Hände Gottes zu legen und er bestärkte sie im wahrhaften Annehmen des Grundsatzes der tawhid (Einheit Gottes). Dieser Grundsatz bestand aus fünf wesentlichen Bestandteilen: Die Pflichten des Quran und der Sunnah einzuhalten, immer die Wahrheit zu sprechen, das Herz von Hass reinzuhalten, verbotenes Essen und die Erneurungen (bida) zu vermeiden.

    Von seinen Aussprüchen

    Bayazid sagte einmal: „Ich habe Gott durch Gott gefunden und Ich habe alles andere als Gott durch das Licht Gottes kennen gelernt.“ Er fuhr fort: „Gott hat Seinen Dienern Begünstigungen geschenkt, damit sie die Menschen näher zu Ihm bringen. Stattdessen sind sie von diesen Dingen so begeistert, dass sie von Ihm weiter weichen.“ Und er betete zu Gott: „ O Gott, Du bist der Schöpfer Allens, ohne dass sie es wussten, und Du hast ihnen etwas anvertraut, ohne dass sie es wollten. Wenn Du ihnen nicht hilfst, wer soll ihnen dann helfen?“

    Bayazid sagte, dass das höchste Ziel eines Sufis ist, die Vision Gottes im Diesseits zu erfahren. Zu dem sagte er: „Es gibt einige besondere Diener Gottes, die, falls Er im Paradies ihre Sicht auf Ihn verdeckte, Ihn wie die Bewohner der Hölle anflehten, sie von diesem Ort wegzunehmen.“

    Er sagte über die Liebe Gottes zu seinen Dienern: „Wenn Gott jemanden liebt, wird Er ihn drei Eigenschaften schenken, die zugleich ein Beweis für seine Liebe sind: Großzügigkeit wie die des Ozeans, Gunst wie die der Sonne, die jedem ihr Licht gibt und die Mäßigkeit wie die der Erde. Ein wahrer Liebender Gottes macht keine große Sache über sein Leid und nimmt an seinem persönlichen Gottesdienst wegen seinem reinen Glauben nie ab.“

    Ein Mann fragte einmal Bayazid: „Zeige mir eine Tat, mit der ich meinen Herr erreichen kann“ Er sagte: „ Liebe die Freunde Gottes so, dass sie dich lieben. Liebe sie so lange bis sie dich lieben. Denn Gott schaut auf die Herzen Seiner Heiligen und wenn Er deinen Namen in ihren Herzen liest wird er dir vergeben.“

  • Aus diesem Grund, werden die Naqshbandi Anhänger durch die Liebe zu ihren Sheikhs emporgehoben. Die Liebe trägt sie zu der Stufe der unaufhörlichen Zufriedenheit und ständigen Gegenwart im Herzen ihrer Geliebten.

    Viele muslimische Gelehrte zu seiner Zeit preisen Bayazid als den Ersten, der die Wirklichkeit des Entwerdens (fana) verbreitete. Sogar der strenggläubigste Gelehrte, Ibn Taymiyya, der im 7. Jahrhunder n.H lebte, bewunderte Bayazid dafür und betrachtete ihn als einen seiner Meister. Ibn Taymiyya lobte: „Es gibt zwei Klassen des fana: Eine ist für die vollkommenen Propheten und Heiligen und die andere ist für die Suchenden bei den Heiligen und frommen Leuten (saliheen).

    Bayazid al-Bistami gehört zur ersten Klasse der Erfahrung des Fanas; Dieses fana bedeutet vollständige Auflösung in Gott, und zwar nur in Ihm. Er akzeptiert nunmehr niemanden außer Gott. So betet er keinen außer Gott an und bittet von keinem außer von Ihm.“ Er fährt mit dem Zitat Bayazids fohrt: „ Ich will nichts zu wollen außer was Er will.“

    Es ist überliefert, dass Bayazid bekannt gab: „Ich trennte mich von dieser Welt drei mal, damit ich nicht mehr zu ihr zurückkehren würde und ging allein zu meinem Herrn, ohne irgendjemanden und ich rief Ihn allein um Hilfe an, in dem ich sagte: „O Gott, O Gott, mir bleibt keiner übrig außer Dir.“

    Zu dieser Zeit erfuhr ich die Wahrhaftigkeit meines Flehens in meinem Herzen und die Wahrheit über die Hilflosigkeit meines Egos. Sofort wurde die Annahme dieses Flehens von meinem Herzen wahrgenommen. Dies offenbarte mir eine Vision, in der ich nicht mehr in der Existenz war und völlig in Ihm verschwand. Schließlich führte er alles von dem ich mich getrennt hatte vor meine Augen und bekleidete mich mit Licht und mit Seinen Eigenschaften.“

    Bayazid rief: „Lobpreis gebührt Mir, für Meine außerordentliche Herrlichkeit!“ Und er sagte: „Und ich ging schon in den Ozean, als die Propheten noch am Ufer waren.“ Zudem ist von ihm folgendes überliefert: „Oh mein Herr, Dein Gehorsam mir gegenüber ist größer als meiner Dir gegenüber.“ Das bedeutet: „O Gott, du erfüllst meine Wünsche, obwohl ich Dir eigentlich erst noch gehorchen müsste.“

    Er bekannte: „Ich beging vier Fehler in meinen anfänglichen Schritten auf diesem Weg: Ich dachte, dass ich mich an Ihn genug erinnern würde, dass ich Ihn kannte, dass ich Ihn liebte und, dass ich Ihn suchte.

  • Als ich Ihn jedoch erreichte, sah ich, dass Seine Erinnerung meiner voraus ist, dass mein Wissen über Ihn nichts ist im Vergleich zu Seinem Wissen über mich, dass Seine Liebe mir gegenüber älter ist als meine Liebe zu Ihm und, dass Er schon nach mir suchte bevor ich Ihn suchte.“

    Adh-Dhahabi hat ihn vielmalig zitiert, z.B.: „Lobpreis gebührt Mir, für Meine außerordentlich Herrlichkeit!“ und „In diesen Umhang, den ich anhabe, ist nichts, außer Gott.“ Adh-Dhahabis Lehrer Ibn Taymiyya erklärte: „Er sah sich als nicht mehr exisitierend, sondern bezeugte nur noch die Existenz Gottes, was auf seine Verleugnung des Ichs zurückzuführen ist.“

    Adh-Dhahabi berichtet weiter: „Er sagte, O Gott was ist dein Feuer? Es ist nichts. Lass mich der einzige sein, der in die Hölle geht und beschütze dafür alle anderen. Und was ist schon dein Paradies? Es ist ein Spielzeug für Kinder. Und wer sind schon diese Ungläubigen, die du bestrafen willst? Sie sind Deine Diener. Vergib ihnen.“

    Ibn Hajar sagte bezüglich Bayazids berühmten Äußerungen ‚Gott kennt das Geheimnis, Gott kennt das Herz.’: „Was auch immer er aus dem Wissen der Wahrheiten gesagt hat, haben die Leute haben es nicht verstanden. Sie verachteten ihn und haben ihn sieben Mal aus seiner Stadt rausgeworfen. Jedes Mal wenn er rausgeworfen wurde, verbreitete sich schreckliches Leid unter den Menschen, bis die Leute ihn schließlich wieder zurückriefen, ihm Treue versprachen und ihn als wahren Heiligen annahmen.“

    Atta und Arusi berichten, dass Bayazid schmunzelte als er aus der Stadt verbannt wurde: „O gesegnete Stadt, deren Müll Bayazid ist!“

    Eines Tages verkündete Bayazid: „Gott der Gerechte hat mich in seine Gegenwart gerufen und gesagt: „O Bayazid wie bist du zu Meiner Gegenwart emporgestiegen?“. Ich antwortete: „Durch Zuhd, durch den Verzicht auf diese Welt.“ Er sagte: „Diese Welt ist so wertvoll wie der Flügel eines Mosquitos. Mit welchen Verzicht bist du gekommen?“ Ich erklärte: „O Gott, vergib mir.“ Dann versuchte ich: „Ich kam durch tawakkul, durch Vertrauen, zu Dir.“ Daraufhin erwiderte Er: „Habe Ich etwa Versprechen nicht eingehalten, die Ich dir gegeben habe?“ Ich antwortete: „O Gott, vergib mir.“ Dann bekannte ich: „O Gott, Ich kam zu Dir durch Dich.“ Jetzt sagte Gott: „Nun nehmen Wir dich an.“

    Er berichtete: „Ich war mit den Frommen und habe keinen Fortschritt gemacht.

  • Ich war zusammen mit den Kriegern und wieder brachte es mich nicht mal einen kleinen Schritt voran. Ich war mit denen, die auf extremste Weise beten und fasten und immer noch kam ich nicht voran. Daraufhin fragte ich Gott: „O Gott, was ist der Weg zu Dir?“ und Gott sagte: „Lass dich zurück und komme!“

    Ibrahim Khawwas sagte: „Der Weg, den Gott mir mit den feinsten Worten und der einfachsten Erklärung zeigte, war ‹Lass dein Eigen-Interesse in den zwei Welten, in dunya und im Jenseits, zurück und löse dich von allem außer Mir.› Das ist der beste und einfachste Weg zu Gott, dem Allmächtigen und Gepriesenen, und die vollkommenste und höchste Stufe die Einheit zu erkennen und niemanden und nichts außer Gott, dem Erhabenen, zu akzeptieren.“

    Einer der Anhänger von Dhul Nun al-Misri folgte Bayazid. Bayazid fragte ihn: „Was willst du?“ Er antwortete: “Ich will Bayazid.“ Er sagte: „O mein Sohn, Bayazid will Bayazid schon seit 40 Jahren und hat ihn noch immer nicht gefunden.“ Der Schüler von Dhul Nun ging dann zurück zu ihm und berichtete ihm von diesem Vorfall. Als er das hörte fiel er ihn Ohnmacht. Später erklärte er: „Mein Meister Bayazid hat sich in der Liebe Gottes verloren. Das ist der Grund, dass er sich nicht mehr finden kann.“

    Sie fragten ihn: „Lehre uns wie man die wahre Realität erreichen kann.“ Er sagte: „Durch das trainieren seines Ichs, durch Zurückgezogenheit.“ Sie fragten: „Wie?“ Er erläuterte: „Ich rief mein Ego auf, Gott, den Allmächtigen und Gepriesenen, zu akzeptieren und es widersetze sich. Ich schwor, dass ich nichts trinken würde und, dass ich nicht schlafen würde, bis ich mich selbst kontrollieren könnte.“

    Er sagte auch: „O Gott! Es ist nicht sonderbar, dass ich, als schwacher Diener, Dich liebe, es ist jedoch sonderbar, dass Du mich liebst, obwohl Du der König der Könige bist.“

    Er erinnerte sich: „30 Jahre lang wusch ich meine Zunge und meinen Mund für Seine Lobpreisungen, wenn ich mich an Gott erinnern und dhikr machen wollte.“

    Er erläuterte: „Solang ein Diener denkt, dass es unter den Muslimen jemanden gibt, der niedriger ist als er selbst, hat dieser Diener immer noch Stolz.“

    Sie fragten ihn: „Beschreibe deinen Tag und deine Nacht.“ Er erklärte: „Ich habe keinen Tag und keine Nacht, denn das ist etwas für die Leute, die noch von den Bedingungen der Schöpfung abhängen. Ich habe mich meiner selbst entledigt, genauso wie es die Schlange mir ihrer Haut macht.“

  • Über den Sufismus sagte Bayazid: „Es bedeutet das Ausruhen aufzugeben und das Leiden zu akzeptieren.“

    Über die Pflicht einem Meister zu folgen, schilderte er: „Wer keinen Sheikh hat, dessen Sheikh ist Shaytan.“

    Über das Suchen Gottes hat er gesagt: „Der Hunger ist wie eine Regenwolke. Wenn der Diener hungrig wird, wird Gott ihm Weisheiten in sein Herz regnen lassen.“

    Über seine Fürsprache gab er bekannt: „Wenn Gott mir die Fürsprache für all meine Zeit gewährt, werde ich nicht stolz sein, denn meine Fürsprache gilt nur soviel wie für ein Stück Lehm.“ Und „Wenn Gott mir die Fürsprache gewährt, dann würde ich sie als erstes bei denen einsetzen, die mir geschadet haben und die mich bestritten haben.“

    Über einen jungen Mann, der ein Stück Stoff von seinem alten Umhang als baraka (Segen) wollte, lachte Bayazid: „Würdest du die ganze Haut Bayazids nehmen und sie anziehen, würde es dir nichts nützen, solange du nicht seinen Beispiel folgst.“

    Man sagte zu ihm: „Der Schlüssel zum Paradies ist ‹La ilaha ill-Allah› (bekennen, dass es keinen Gott außer Gott gibt).“ Zu dem fügte er hinzu: „Das ist wahr, aber der Schlüssel ist da, um ein Schloss zu öffnen; und der Schlüssel solch eines Bekenntnisses funktioniert nur unter den folgenden Bedingungen:

    - eine Zunge, die nicht lügt und nicht hinter dem Rücken
      anderer redet
    - ein Herz ohne Verrat
    - ein Magen ohne verbotenem oder zweifelhaftem Essen
    - Taten ohne Begehren oder Erneuerungen

    Er sagte: „Das Ego oder das Ich schaut immer nach dieser Welt und der ruh (Geist) strebt immer nach dem nächsten Leben, nach marifat (spirituelles Wissen) und nach Gott, dem Allmächtigen und Gepriesenen. Der, der von seinem Ego besiegt wird, ist von den Zerstörten und der dessen Geist Sieger über das Ego ist, gehört zu den Frommen und der, dessen spirituelles Wissen das Ego besiegt, ist von den Gottesbewussten.“

    Ad-Dailami sagte: „Eines Tages befragte ich Abdur Rahman bin Yahya über den Zustand des Vertrauens in Gott (tawakkul). Er sagte: ‹Wenn du deine Hand in den Mund eines Löwen legst und du keine Angst außer vor Gott hast.›

  • Ich zog mich in mein Herz zurück, um Bayazid zu besuchen und ihn darüber zu befragen. Ich klopfte und hörte von Innen: ‹War das, was Abdur Rahman dir gesagt hat etwa nicht genug? Du kamst nur, um zu fragen und nicht, um mich zu besuchen.› Ich vestand und kam erneut ein Jahr später und klopfte erneut an seiner Tür. Dieses Mal antwortete er: ‹Sei willkommen mein Sohn, diesmal kamst du als ein Besucher und nicht als ein Fragender.›“

    Die Leute fragten ihn: „Wann wird ein Mann zu einem Mann?“ Er antwortete: „Wenn er seine Fehler kennt und sich damit beschäftigt, sie zu verbessern.“

    Er beschrieb: „Ich war zwölf Jahre lang mein eigener Goldschmied, fünf Jahre der Polierer des Spiegels meines Herzens und ein Jahr lang schaute ich in diesen Spiegel und sah um meinen Bauch den Gürtel des Unglaubens. Ich versuchte ihn zu durchschneiden und verbrachte dafür zwölf Jahre. Dann schaute ich erneut in diesen Spiegel und sah dieses mal den Gürtel in meinem Körper. Ich brauchte weiter fünf Jahre ihn zu durchtrennen. Dann verbrachte ich ein Jahr damit das anzuschauen, was ich vollbracht hatte. Daraufhin offenbarte Gott mir eine Vision, in der ich all seine Geschöpfe sehen konnte. Und ich sah, wie sie alle tot da lagen. Daher betete ich vier takbiras der janaza (Beerdigungsgebet) für sie.“

    Er verkündete einmal: „Würde man den Thron, alles was um ihn ist und alles was in ihm ist in die Ecke des Herzen eines Wissenden platzieren, dann würden dies in ihm komplett verloren gehen.“

    Über Bayazids Zustand berichtete al-Abbas ibn Hamza: „Ich betete hinter Bayazid das Dhuhr Gebet und als er seine Hände hob um ‹Allahu Akbar› zu sagen, konnte er es nicht aussprechen, aufgrund seiner Angst vor Gottes Heiligen Namen, zudem fing sein ganzer Körper an zu zittern und man konnte Geräusche hören wie sich seine Knochen brachen; Mich ergriff die Angst.“

    Munawi berichtet, dass eines Tages Bayazid den Unterricht eines faqihs (Rechtsgelehrten) besuchte, der gerade die Regeln der Erbschaft erklärte: „Wenn ein Mann stirbt und das-und-das hinterlässt, dann wird sein Sohn das-und-das bekommen, etc.“ Bayazid rief: „O faqih, O faqih! Was kannst du über einen Mann sagen, der nichts außer Gott zurückließ?“ Die Leute fingen an zu weinen und Bayazid fuhr fort: „Der Sklave besitzt nichts; wenn er stirbt, lässt er nichts außer seinen eigenen Hausherrn zurück. Er ist genauso wie Gott ihn anfangs erschaffen hatte.“

  • Danach fing er an zu rezitieren: „Du wirst zu Uns alleine kommen, so wie Wir dich anfänglich erschaffen hatten.“ [6:94].

    Sahl at-Tutsar schickte Bayazid einen Brief, in dem stand: „Hier ist ein Mann, der etwas getrunken hat, das ihn für immer erfrischt hält.“ Bayazid antwortete: „Hier ist ein Mann, der die ganze Existenz getrunken hat und dessen Mund jedoch trocken ist und vor Durst brennt.“

    Sein Verlassen dieser Welt

    Als Bayazid starb war er über 70 Jahre alt. Bevor er starb fragte ihn jemand, wie alt er sei. Er sagte: „Ich bin vier. 70 Jahre lang war ich verschleiert. Und ich konnte mich erst vor vier Jahren von meiner Verschleierung befreien.“

    Der 39. Sheikh der Goldenen Kette, Sultan al-Awliya Scheick Abdullah Daghestani, fragte nach diesen Ausspruch bei einem Treffen mit Khidr, der ihm erklärte, während er auf einige Gräber großer Gelehrter im muslimischen Friedhof zeigte: „Dieser hier ist 3 Jahre alt; jener dort ist 7; der andere ist 12.“

    Bayazid starb 261 n.H. Es wird gesagt, dass er an zwei Orten, in Damaskus und in Bistam in Persien, begraben ist. Das Geheimnis der Goldenen Kette wurde von Bayazid al-Bistami an Abul Hassan al-Kharqani überreicht.

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