Die 40 Großsheikhs des Naqshbandiyya-Sufi Ordens
10. Sheikh der goldenen Kette:

Sheikh Abul `Abbas, al-Khidr

Möge Gott ihn segnen und ihm Frieden schenken  14.10.2019
  • Abul `Abbas ist Khidr (ks), den Allah als Diener Gottes im heiligen Quran [18:65f.] bezeichnete. Er bewahrte und erhielt die Wirklichkeit der Goldenen Kette aufrecht bis das nächste Glied der Kette, Abdul Khaliq, seine ihm bestimmte Stufe erreichte.

    Imam Bukhari berichtet in dem Buch der Propheten, dass der Prophet (sav) sagte:
    „Al-Khidr (ks) („Der Grüne Mann“) wurde so genannt, da er sich eines Tages auf ein ödes und kahles Land setze und dieses sich dann in ein wunderschönes üppiges Grünland verwandelte.“

    Die wichtige Stellung Khidrs (ks) als der Murshid (Lehrer) der Heiligen wird durch seine wichtige Stellung als ein Murshid der Propheten veranschaulicht, welche vor allem beim Beispiel des Propheten Musa (as) zum Ausdruck kommt. Musa (as) war ein äußerst kraftvoller Prophet, einer der fünf Größten, die Gott auf diese Erde sandte: Noah, Abraham, Moses, Jesus und Muhammed, Friede und Segen sei auf ihnen allen. Trotz dem außerordentlichen Wissen von Moses , ließ der Herrn ihn Khidrs (ks)bedürfen, obwohl Khidr (ks) kein Prophet war. Das soll uns lehren, was Gott im Heiligen Quran sagte:
    „ Über jedem Wissenden gibt es einen, der mehr weiß.“ [Yusuf: 76]

    Die Geschichte über Moses (as) Treffen mit Khidr (ks) ist in Surat al-Kahf:65-82 beschrieben: Moses (as) und sein Gefährte fanden einen von Gottes Dienern, den Er einzigartig geehrt hatte und dem Er Wissen von Seiner Eigenen Gegenwart gelehrt hatte. Moses (as) sagte zu ihm: „Ich würde dich gerne begleiten.“ Er antwortete ihm: „Du wirst es nicht aushalten mich zu begleiten.“ Moses (ks) war überrascht und bestand darauf sein Gefährte zu werden. Khidr (ks) räumte schließlich ein: „Du kannst nicht! Doch wenn du es unbedingt willst, dann befrag mich auf unserem Weg auf keinen Fall darüber was ich tue. Dies ist die einzige Bedingung. Doch wenn du mir Fragen stellen willst, dann komme besser nicht mit.“
    Dies deutet darauf hin, dass Khidr etwas tun wollte, das Moses (as) nicht verstehen sollte. Obwohl Moses (as) der Gesandte Gottes einer großen Religion war, bedurfte er der Belehrung von Khidr (ks).

    Sie nahmen ein Boot und überquerten den Tiber in Palestina. Auf der Hälfte des Weges machte Khidr (ks) ein Loch in das Boot, damit es sinken würde. Moses (as) konnte nicht widerstehen und fragte: „Warum hast du diesen Unfug getan? Jene Leute gaben dir das Boot und du willst es versenken?“ Khidr antwortete: „Hab ich dir nicht gesagt, dass du es nicht mit mir aushalten würdest?“ Noch begriff Moses (as) nicht, obwohl er ein Prophet war und Herzen lesen konnte, dass hier etwas vor sich ging, dass er nicht verstehen konnte.

  • Sie gingen weiter und trafen einen Jungen. Als sie ihn sahen brachte Khidr (ks) den Jungen um. Moses (as) sagte empört: „Was machst du? Du hast das Boot versenkt und jetzt tötest du ein Kind? Das ist gegen alle Gesetze!“ Erneut erwiderte Khidr (ks): „Habe ich dir nicht gesagt, dass du die Gesellschaft mit mir nicht aushältst? Wenn du das dritte mal fragst, werden sich unsere Wege trennen.“

    Daraufhin gelangten sie zu einer Stadt, wo sie um Essen baten. Jedoch bot ihnen niemand etwas an, sondern sie wurden auf dem gleichen Weg wie sie gekommen waren, auch gleich wieder aus der Stadt verjagt.
    Schließlich liefen sie an einer zerfallenden Mauer entlang.
    Khidr (ks) fing sofort an, die Mauer wieder herzustellen.
    Moses (as) fragte ihn: „Warum tust du das? Niemand nahm uns in dieser Stadt als Gäste auf und du baust ihre Mauer wieder für sie auf.“

    Khidr (ks) schimpfte:
    „Das ist der Punkt, wo sich unsere Wege trennen, denn du hast die Weisheit meiner Taten nicht verstanden.
    O Moses, was wir machen ist das, was Gott uns befiehlt zu tun.
    Zuerst brachte ich das Boot zum sinken, da es einen Tyrannen gibt, der alle Boote von den Armen auf dieser Seite des Ufers beschlagnahmt. Damit diese Leute ihre Boote nicht mehr verlieren, habe ich es zum sinken gebracht. Der Tyrann wird morgen sterben, dann können sie ihr Boot wieder herausfischen und es sicher benutzen.
    Ich tötete das Kind, da Gott nicht wollte, dass das Kind seine Eltern von ihrem Glauben abbringt. Gott wird ihnen bessere Kinder als dieses schenken.
    Diese Mauer baute ich wieder auf, da sie einem Mann gehörte, der gegenüber den Armen sehr großzügig war. Als er diese Welt verließ, hinterließ er einen Schatz unter den Mauern für seine zwei Waisen. Wäre diese Mauer zerfallen, hätten die Leute den Schatz gesehen und ihn genommen. Ich stellte sie wieder her, damit die beiden Kinder den Schatz später bekommen.
    Du hast Gottes Weisheit nicht verstanden.“

    Das war Moses (ks), der mit all seiner gottgegebenen Ehre angesichts Khidr bloßgestellt wurde. Wie können wir, die im Vergleich zu Moses so engstirnig sind, uns als kenntnisreich betrachten, wenn Moses (as), selbst mit all seinem Wissen in der göttlichen Gegenwart, unfähig war gewisse Dinge zu verstehen?

    Dies ist eine Lektion in Sachen der Demut für die Menschheit und insbesondere für die Gelehrten und religiösen Führer:

  • „Dein Wissen ist der Erwähnung nicht wert. Es gibt andere, die sehr viel kenntnisreicher als du sind. Wie hoch oder tief du ins Wissen reist, es gibt immer tiefere Geheimnisse und Erhabeneres als das, was du weißt.“

    Wir müssen von dieser Geschichte unsere Lehren ziehen. Will zum Beispiel ein Redner die Menschen unterweisen, so muss er der Zuhörerschaft voll Demut und Respekt begegnen. Denn sieht er sich als etwas Besseres an, so werden seine Worte niemals Früchte tragen. Auch erkennen wir durch jene Geschichte die Notwendigkeit eines Lehrmeisters. Selbst die Lichtquelle aller Leuchtfeuer, der Prophet Mohammed (sav) nahm Jibril (as) als seinen Führer an und suchte sich bei seiner Reise nach Medina einen Reiseführer aus.

    Das folgende ist Ibn Arabis Erläuterung der Geschichte Mose (ks) mit Khidr (ks) in Fusus al-hikam:
    „Moses (as) wurde „von vielen Proben“ [20:41] getestet. Das erste war der Mord des Ägypters [28:14-15], eine Tat, die ohne sein Wahrnehmen einerseits durch einen göttlichen Impuls und andererseits mit der Erlaubnis Gottes in seinem tiefen Innern legitimiert wurde. Folglich war seine Seele für den Mord des Ägypters nicht betrübt, obwohl er nicht entlastet wurde, bis ihn eine jeweilige göttliche Offenbarung erreichte. Alle Propheten sind vor Sünden bewahrt, denen sie nicht bewusst waren und die sich vor der göttlichen Eingebung ereigneten.

    Das ist der Grund warum al-Khidr (ks) ihm den Tod des Jungen zeigte. Eine Tat für die Moses ihm Vorwürfe machte, ohne sich dabei an seinen Mord des Ägypters zu erinnern. Al-Khidr (ks) sagte über seinen Mord: „Ich habe es nicht aus mir selbst heraus getan.“
    Und machte Moses (as) so auf seinen Zustand aufmerksam, in dem er sich befand als er noch nicht wusste, dass er vor Taten gegen das göttliche Gesetz bewahrt wird.

    Zudem demonstrierte er ihm die Durchbohrung des Bootes, bei der er anscheinend Menschen schadete, aber in Wirklichkeit die Menschen vor einem Tyrannen schützte. Er zeigte ihm jenes als eine Analogie zu der Arche, in der sich Moses versteckt hatte und dann jedoch von ihr in den Nil geworfen worden war. Man könnte meinen, er wurde in den Nil geworfen, damit er stirbt, aber eigentlich wurde er in den Fluss geworfen, damit er gerettet wird. Wie es auch bei Khidr (ks) der Fall war, hatte seine Mutter es wegen der Gefahr eines Tyrannen, in diesem Fall des Pharaos, getan, damit er ihn nicht grausam tötete.

    Daraufhin erreichte Moses Madyan, dort traf er zwei Mädchen, für die er Wasser aus dem Brunnen brachte, ohne nach Geld zu verlangen.

  • Dann zog er sich in den Schatten zurück, der göttlicher Schatten war, und sagte: „O mein Herr, ich bin arm angesichts deiner Segnungen die du mir schenkst; Er führte dann auf Gott allein die Essenz des Guten, das er getan hatte, zurück und bezeichnete sich als arm (faqir) gegenüber Gott. Aus diesem Grund erneuerte al-Khidr (ks) die Mauer, bevor sie zerfiel, ohne Geld zu verlangen. Dafür tadelte ihn Moses, bis Khidr ihn an seine Tat des Wasserholens erinnerte. Der Gesandte Gottes – möge Gott ihn segnen und Frieden geben! – bedauerte, dass Moses nicht geduldig sein konnte und mit al-Khidr (ks) zusammenblieb, so dass Gott ihm mehr über ihre Taten hätte berichten können.“

    Ein weiterer Ausspruch Khidrs (ks) an Sahl at-Tustari nach Ibn Arabi:
    „Gott erschuf das Licht Muhummeds (sav) aus Seinem Licht... Dies Licht stand vor Gott 100,000 Jahre. Gott richtete seinen Blick 70,000 mal jeden Tag und jede Nacht darauf und fügte jedes mal ein neues Licht von Seinem Licht hinzu. Dann erschuf Er aus diesem Licht all seine Geschöpfe.“

    Als der Prophet (sav) diese Welt verließ und von überall Beileid sein Haus erreichte, hörten sie eine Stimme aus der Ecke des Hauses: „Frieden, Gottes Barmherzigkeit und Segen seien auf dir und den Mitgliedern der Familie des Propheten (sav)!“ Ali (ks) fragte daraufhin, ob sie diesen Mann kennen. Er sagte es ist Khidr (ks).
    Das wurde von Bayhaqi im Dala›il an-Nubuwwa berichtet.

  • Abul `Abbas ist Khidr (ks), den Allah als Diener Gottes im heiligen Quran [18:65f.] bezeichnete. Er bewahrte und erhielt die Wirklichkeit der Goldenen Kette aufrecht bis das nächste Glied der Kette, Abdul Khaliq, seine ihm bestimmte Stufe erreichte.

    Imam Bukhari berichtet in dem Buch der Propheten, dass der Prophet (sav) sagte:
    „Al-Khidr (ks) („Der Grüne Mann“) wurde so genannt, da er sich eines Tages auf ein ödes und kahles Land setze und dieses sich dann in ein wunderschönes üppiges Grünland verwandelte.“

    Die wichtige Stellung Khidrs (ks) als der Murshid (Lehrer) der Heiligen wird durch seine wichtige Stellung als ein Murshid der Propheten veranschaulicht, welche vor allem beim Beispiel des Propheten Musa (as) zum Ausdruck kommt. Musa (as) war ein äußerst kraftvoller Prophet, einer der fünf Größten, die Gott auf diese Erde sandte: Noah, Abraham, Moses, Jesus und Muhammed, Friede und Segen sei auf ihnen allen. Trotz dem außerordentlichen Wissen von Moses , ließ der Herrn ihn Khidrs (ks)bedürfen, obwohl Khidr (ks) kein Prophet war. Das soll uns lehren, was Gott im Heiligen Quran sagte:
    „ Über jedem Wissenden gibt es einen, der mehr weiß.“ [Yusuf: 76]

    Die Geschichte über Moses (as) Treffen mit Khidr (ks) ist in Surat al-Kahf:65-82 beschrieben: Moses (as) und sein Gefährte fanden einen von Gottes Dienern, den Er einzigartig geehrt hatte und dem Er Wissen von Seiner Eigenen Gegenwart gelehrt hatte. Moses (as) sagte zu ihm: „Ich würde dich gerne begleiten.“ Er antwortete ihm: „Du wirst es nicht aushalten mich zu begleiten.“ Moses (ks) war überrascht und bestand darauf sein Gefährte zu werden. Khidr (ks) räumte schließlich ein: „Du kannst nicht! Doch wenn du es unbedingt willst, dann befrag mich auf unserem Weg auf keinen Fall darüber was ich tue. Dies ist die einzige Bedingung. Doch wenn du mir Fragen stellen willst, dann komme besser nicht mit.“
    Dies deutet darauf hin, dass Khidr etwas tun wollte, das Moses (as) nicht verstehen sollte. Obwohl Moses (as) der Gesandte Gottes einer großen Religion war, bedurfte er der Belehrung von Khidr (ks).

    Sie nahmen ein Boot und überquerten den Tiber in Palestina. Auf der Hälfte des Weges machte Khidr (ks) ein Loch in das Boot, damit es sinken würde. Moses (as) konnte nicht widerstehen und fragte: „Warum hast du diesen Unfug getan? Jene Leute gaben dir das Boot und du willst es versenken?“ Khidr antwortete: „Hab ich dir nicht gesagt, dass du es nicht mit mir aushalten würdest?“ Noch begriff Moses (as) nicht, obwohl er ein Prophet war und Herzen lesen konnte, dass hier etwas vor sich ging, dass er nicht verstehen konnte.

  • Sie gingen weiter und trafen einen Jungen. Als sie ihn sahen brachte Khidr (ks) den Jungen um. Moses (as) sagte empört: „Was machst du? Du hast das Boot versenkt und jetzt tötest du ein Kind? Das ist gegen alle Gesetze!“ Erneut erwiderte Khidr (ks): „Habe ich dir nicht gesagt, dass du die Gesellschaft mit mir nicht aushältst? Wenn du das dritte mal fragst, werden sich unsere Wege trennen.“

    Daraufhin gelangten sie zu einer Stadt, wo sie um Essen baten. Jedoch bot ihnen niemand etwas an, sondern sie wurden auf dem gleichen Weg wie sie gekommen waren, auch gleich wieder aus der Stadt verjagt.
    Schließlich liefen sie an einer zerfallenden Mauer entlang.
    Khidr (ks) fing sofort an, die Mauer wieder herzustellen.
    Moses (as) fragte ihn: „Warum tust du das? Niemand nahm uns in dieser Stadt als Gäste auf und du baust ihre Mauer wieder für sie auf.“

    Khidr (ks) schimpfte:
    „Das ist der Punkt, wo sich unsere Wege trennen, denn du hast die Weisheit meiner Taten nicht verstanden.
    O Moses, was wir machen ist das, was Gott uns befiehlt zu tun.
    Zuerst brachte ich das Boot zum sinken, da es einen Tyrannen gibt, der alle Boote von den Armen auf dieser Seite des Ufers beschlagnahmt. Damit diese Leute ihre Boote nicht mehr verlieren, habe ich es zum sinken gebracht. Der Tyrann wird morgen sterben, dann können sie ihr Boot wieder herausfischen und es sicher benutzen.
    Ich tötete das Kind, da Gott nicht wollte, dass das Kind seine Eltern von ihrem Glauben abbringt. Gott wird ihnen bessere Kinder als dieses schenken.
    Diese Mauer baute ich wieder auf, da sie einem Mann gehörte, der gegenüber den Armen sehr großzügig war. Als er diese Welt verließ, hinterließ er einen Schatz unter den Mauern für seine zwei Waisen. Wäre diese Mauer zerfallen, hätten die Leute den Schatz gesehen und ihn genommen. Ich stellte sie wieder her, damit die beiden Kinder den Schatz später bekommen.
    Du hast Gottes Weisheit nicht verstanden.“

    Das war Moses (ks), der mit all seiner gottgegebenen Ehre angesichts Khidr bloßgestellt wurde. Wie können wir, die im Vergleich zu Moses so engstirnig sind, uns als kenntnisreich betrachten, wenn Moses (as), selbst mit all seinem Wissen in der göttlichen Gegenwart, unfähig war gewisse Dinge zu verstehen?

    Dies ist eine Lektion in Sachen der Demut für die Menschheit und insbesondere für die Gelehrten und religiösen Führer:

  • „Dein Wissen ist der Erwähnung nicht wert. Es gibt andere, die sehr viel kenntnisreicher als du sind. Wie hoch oder tief du ins Wissen reist, es gibt immer tiefere Geheimnisse und Erhabeneres als das, was du weißt.“

    Wir müssen von dieser Geschichte unsere Lehren ziehen. Will zum Beispiel ein Redner die Menschen unterweisen, so muss er der Zuhörerschaft voll Demut und Respekt begegnen. Denn sieht er sich als etwas Besseres an, so werden seine Worte niemals Früchte tragen. Auch erkennen wir durch jene Geschichte die Notwendigkeit eines Lehrmeisters. Selbst die Lichtquelle aller Leuchtfeuer, der Prophet Mohammed (sav) nahm Jibril (as) als seinen Führer an und suchte sich bei seiner Reise nach Medina einen Reiseführer aus.

    Das folgende ist Ibn Arabis Erläuterung der Geschichte Mose (ks) mit Khidr (ks) in Fusus al-hikam:
    „Moses (as) wurde „von vielen Proben“ [20:41] getestet. Das erste war der Mord des Ägypters [28:14-15], eine Tat, die ohne sein Wahrnehmen einerseits durch einen göttlichen Impuls und andererseits mit der Erlaubnis Gottes in seinem tiefen Innern legitimiert wurde. Folglich war seine Seele für den Mord des Ägypters nicht betrübt, obwohl er nicht entlastet wurde, bis ihn eine jeweilige göttliche Offenbarung erreichte. Alle Propheten sind vor Sünden bewahrt, denen sie nicht bewusst waren und die sich vor der göttlichen Eingebung ereigneten.

    Das ist der Grund warum al-Khidr (ks) ihm den Tod des Jungen zeigte. Eine Tat für die Moses ihm Vorwürfe machte, ohne sich dabei an seinen Mord des Ägypters zu erinnern. Al-Khidr (ks) sagte über seinen Mord: „Ich habe es nicht aus mir selbst heraus getan.“
    Und machte Moses (as) so auf seinen Zustand aufmerksam, in dem er sich befand als er noch nicht wusste, dass er vor Taten gegen das göttliche Gesetz bewahrt wird.

    Zudem demonstrierte er ihm die Durchbohrung des Bootes, bei der er anscheinend Menschen schadete, aber in Wirklichkeit die Menschen vor einem Tyrannen schützte. Er zeigte ihm jenes als eine Analogie zu der Arche, in der sich Moses versteckt hatte und dann jedoch von ihr in den Nil geworfen worden war. Man könnte meinen, er wurde in den Nil geworfen, damit er stirbt, aber eigentlich wurde er in den Fluss geworfen, damit er gerettet wird. Wie es auch bei Khidr (ks) der Fall war, hatte seine Mutter es wegen der Gefahr eines Tyrannen, in diesem Fall des Pharaos, getan, damit er ihn nicht grausam tötete.

    Daraufhin erreichte Moses Madyan, dort traf er zwei Mädchen, für die er Wasser aus dem Brunnen brachte, ohne nach Geld zu verlangen.

  • Dann zog er sich in den Schatten zurück, der göttlicher Schatten war, und sagte: „O mein Herr, ich bin arm angesichts deiner Segnungen die du mir schenkst; Er führte dann auf Gott allein die Essenz des Guten, das er getan hatte, zurück und bezeichnete sich als arm (faqir) gegenüber Gott. Aus diesem Grund erneuerte al-Khidr (ks) die Mauer, bevor sie zerfiel, ohne Geld zu verlangen. Dafür tadelte ihn Moses, bis Khidr ihn an seine Tat des Wasserholens erinnerte. Der Gesandte Gottes – möge Gott ihn segnen und Frieden geben! – bedauerte, dass Moses nicht geduldig sein konnte und mit al-Khidr (ks) zusammenblieb, so dass Gott ihm mehr über ihre Taten hätte berichten können.“

    Ein weiterer Ausspruch Khidrs (ks) an Sahl at-Tustari nach Ibn Arabi:
    „Gott erschuf das Licht Muhummeds (sav) aus Seinem Licht... Dies Licht stand vor Gott 100,000 Jahre. Gott richtete seinen Blick 70,000 mal jeden Tag und jede Nacht darauf und fügte jedes mal ein neues Licht von Seinem Licht hinzu. Dann erschuf Er aus diesem Licht all seine Geschöpfe.“

    Als der Prophet (sav) diese Welt verließ und von überall Beileid sein Haus erreichte, hörten sie eine Stimme aus der Ecke des Hauses: „Frieden, Gottes Barmherzigkeit und Segen seien auf dir und den Mitgliedern der Familie des Propheten (sav)!“ Ali (ks) fragte daraufhin, ob sie diesen Mann kennen. Er sagte es ist Khidr (ks).
    Das wurde von Bayhaqi im Dala›il an-Nubuwwa berichtet.

  • Abul `Abbas ist Khidr (ks), den Allah als Diener Gottes im heiligen Quran [18:65f.] bezeichnete. Er bewahrte und erhielt die Wirklichkeit der Goldenen Kette aufrecht bis das nächste Glied der Kette, Abdul Khaliq, seine ihm bestimmte Stufe erreichte.

    Imam Bukhari berichtet in dem Buch der Propheten, dass der Prophet (sav) sagte:
    „Al-Khidr (ks) („Der Grüne Mann“) wurde so genannt, da er sich eines Tages auf ein ödes und kahles Land setze und dieses sich dann in ein wunderschönes üppiges Grünland verwandelte.“

    Die wichtige Stellung Khidrs (ks) als der Murshid (Lehrer) der Heiligen wird durch seine wichtige Stellung als ein Murshid der Propheten veranschaulicht, welche vor allem beim Beispiel des Propheten Musa (as) zum Ausdruck kommt. Musa (as) war ein äußerst kraftvoller Prophet, einer der fünf Größten, die Gott auf diese Erde sandte: Noah, Abraham, Moses, Jesus und Muhammed, Friede und Segen sei auf ihnen allen. Trotz dem außerordentlichen Wissen von Moses , ließ der Herrn ihn Khidrs (ks)bedürfen, obwohl Khidr (ks) kein Prophet war. Das soll uns lehren, was Gott im Heiligen Quran sagte:
    „ Über jedem Wissenden gibt es einen, der mehr weiß.“ [Yusuf: 76]

    Die Geschichte über Moses (as) Treffen mit Khidr (ks) ist in Surat al-Kahf:65-82 beschrieben: Moses (as) und sein Gefährte fanden einen von Gottes Dienern, den Er einzigartig geehrt hatte und dem Er Wissen von Seiner Eigenen Gegenwart gelehrt hatte. Moses (as) sagte zu ihm: „Ich würde dich gerne begleiten.“ Er antwortete ihm: „Du wirst es nicht aushalten mich zu begleiten.“ Moses (ks) war überrascht und bestand darauf sein Gefährte zu werden. Khidr (ks) räumte schließlich ein: „Du kannst nicht! Doch wenn du es unbedingt willst, dann befrag mich auf unserem Weg auf keinen Fall darüber was ich tue. Dies ist die einzige Bedingung. Doch wenn du mir Fragen stellen willst, dann komme besser nicht mit.“
    Dies deutet darauf hin, dass Khidr etwas tun wollte, das Moses (as) nicht verstehen sollte. Obwohl Moses (as) der Gesandte Gottes einer großen Religion war, bedurfte er der Belehrung von Khidr (ks).

    Sie nahmen ein Boot und überquerten den Tiber in Palestina. Auf der Hälfte des Weges machte Khidr (ks) ein Loch in das Boot, damit es sinken würde. Moses (as) konnte nicht widerstehen und fragte: „Warum hast du diesen Unfug getan? Jene Leute gaben dir das Boot und du willst es versenken?“ Khidr antwortete: „Hab ich dir nicht gesagt, dass du es nicht mit mir aushalten würdest?“ Noch begriff Moses (as) nicht, obwohl er ein Prophet war und Herzen lesen konnte, dass hier etwas vor sich ging, dass er nicht verstehen konnte.

  • Sie gingen weiter und trafen einen Jungen. Als sie ihn sahen brachte Khidr (ks) den Jungen um. Moses (as) sagte empört: „Was machst du? Du hast das Boot versenkt und jetzt tötest du ein Kind? Das ist gegen alle Gesetze!“ Erneut erwiderte Khidr (ks): „Habe ich dir nicht gesagt, dass du die Gesellschaft mit mir nicht aushältst? Wenn du das dritte mal fragst, werden sich unsere Wege trennen.“

    Daraufhin gelangten sie zu einer Stadt, wo sie um Essen baten. Jedoch bot ihnen niemand etwas an, sondern sie wurden auf dem gleichen Weg wie sie gekommen waren, auch gleich wieder aus der Stadt verjagt.
    Schließlich liefen sie an einer zerfallenden Mauer entlang.
    Khidr (ks) fing sofort an, die Mauer wieder herzustellen.
    Moses (as) fragte ihn: „Warum tust du das? Niemand nahm uns in dieser Stadt als Gäste auf und du baust ihre Mauer wieder für sie auf.“

    Khidr (ks) schimpfte:
    „Das ist der Punkt, wo sich unsere Wege trennen, denn du hast die Weisheit meiner Taten nicht verstanden.
    O Moses, was wir machen ist das, was Gott uns befiehlt zu tun.
    Zuerst brachte ich das Boot zum sinken, da es einen Tyrannen gibt, der alle Boote von den Armen auf dieser Seite des Ufers beschlagnahmt. Damit diese Leute ihre Boote nicht mehr verlieren, habe ich es zum sinken gebracht. Der Tyrann wird morgen sterben, dann können sie ihr Boot wieder herausfischen und es sicher benutzen.
    Ich tötete das Kind, da Gott nicht wollte, dass das Kind seine Eltern von ihrem Glauben abbringt. Gott wird ihnen bessere Kinder als dieses schenken.
    Diese Mauer baute ich wieder auf, da sie einem Mann gehörte, der gegenüber den Armen sehr großzügig war. Als er diese Welt verließ, hinterließ er einen Schatz unter den Mauern für seine zwei Waisen. Wäre diese Mauer zerfallen, hätten die Leute den Schatz gesehen und ihn genommen. Ich stellte sie wieder her, damit die beiden Kinder den Schatz später bekommen.
    Du hast Gottes Weisheit nicht verstanden.“

    Das war Moses (ks), der mit all seiner gottgegebenen Ehre angesichts Khidr bloßgestellt wurde. Wie können wir, die im Vergleich zu Moses so engstirnig sind, uns als kenntnisreich betrachten, wenn Moses (as), selbst mit all seinem Wissen in der göttlichen Gegenwart, unfähig war gewisse Dinge zu verstehen?

    Dies ist eine Lektion in Sachen der Demut für die Menschheit und insbesondere für die Gelehrten und religiösen Führer:

  • „Dein Wissen ist der Erwähnung nicht wert. Es gibt andere, die sehr viel kenntnisreicher als du sind. Wie hoch oder tief du ins Wissen reist, es gibt immer tiefere Geheimnisse und Erhabeneres als das, was du weißt.“

    Wir müssen von dieser Geschichte unsere Lehren ziehen. Will zum Beispiel ein Redner die Menschen unterweisen, so muss er der Zuhörerschaft voll Demut und Respekt begegnen. Denn sieht er sich als etwas Besseres an, so werden seine Worte niemals Früchte tragen. Auch erkennen wir durch jene Geschichte die Notwendigkeit eines Lehrmeisters. Selbst die Lichtquelle aller Leuchtfeuer, der Prophet Mohammed (sav) nahm Jibril (as) als seinen Führer an und suchte sich bei seiner Reise nach Medina einen Reiseführer aus.

    Das folgende ist Ibn Arabis Erläuterung der Geschichte Mose (ks) mit Khidr (ks) in Fusus al-hikam:
    „Moses (as) wurde „von vielen Proben“ [20:41] getestet. Das erste war der Mord des Ägypters [28:14-15], eine Tat, die ohne sein Wahrnehmen einerseits durch einen göttlichen Impuls und andererseits mit der Erlaubnis Gottes in seinem tiefen Innern legitimiert wurde. Folglich war seine Seele für den Mord des Ägypters nicht betrübt, obwohl er nicht entlastet wurde, bis ihn eine jeweilige göttliche Offenbarung erreichte. Alle Propheten sind vor Sünden bewahrt, denen sie nicht bewusst waren und die sich vor der göttlichen Eingebung ereigneten.

    Das ist der Grund warum al-Khidr (ks) ihm den Tod des Jungen zeigte. Eine Tat für die Moses ihm Vorwürfe machte, ohne sich dabei an seinen Mord des Ägypters zu erinnern. Al-Khidr (ks) sagte über seinen Mord: „Ich habe es nicht aus mir selbst heraus getan.“
    Und machte Moses (as) so auf seinen Zustand aufmerksam, in dem er sich befand als er noch nicht wusste, dass er vor Taten gegen das göttliche Gesetz bewahrt wird.

    Zudem demonstrierte er ihm die Durchbohrung des Bootes, bei der er anscheinend Menschen schadete, aber in Wirklichkeit die Menschen vor einem Tyrannen schützte. Er zeigte ihm jenes als eine Analogie zu der Arche, in der sich Moses versteckt hatte und dann jedoch von ihr in den Nil geworfen worden war. Man könnte meinen, er wurde in den Nil geworfen, damit er stirbt, aber eigentlich wurde er in den Fluss geworfen, damit er gerettet wird. Wie es auch bei Khidr (ks) der Fall war, hatte seine Mutter es wegen der Gefahr eines Tyrannen, in diesem Fall des Pharaos, getan, damit er ihn nicht grausam tötete.

    Daraufhin erreichte Moses Madyan, dort traf er zwei Mädchen, für die er Wasser aus dem Brunnen brachte, ohne nach Geld zu verlangen.

  • Dann zog er sich in den Schatten zurück, der göttlicher Schatten war, und sagte: „O mein Herr, ich bin arm angesichts deiner Segnungen die du mir schenkst; Er führte dann auf Gott allein die Essenz des Guten, das er getan hatte, zurück und bezeichnete sich als arm (faqir) gegenüber Gott. Aus diesem Grund erneuerte al-Khidr (ks) die Mauer, bevor sie zerfiel, ohne Geld zu verlangen. Dafür tadelte ihn Moses, bis Khidr ihn an seine Tat des Wasserholens erinnerte. Der Gesandte Gottes – möge Gott ihn segnen und Frieden geben! – bedauerte, dass Moses nicht geduldig sein konnte und mit al-Khidr (ks) zusammenblieb, so dass Gott ihm mehr über ihre Taten hätte berichten können.“

    Ein weiterer Ausspruch Khidrs (ks) an Sahl at-Tustari nach Ibn Arabi:
    „Gott erschuf das Licht Muhummeds (sav) aus Seinem Licht... Dies Licht stand vor Gott 100,000 Jahre. Gott richtete seinen Blick 70,000 mal jeden Tag und jede Nacht darauf und fügte jedes mal ein neues Licht von Seinem Licht hinzu. Dann erschuf Er aus diesem Licht all seine Geschöpfe.“

    Als der Prophet (sav) diese Welt verließ und von überall Beileid sein Haus erreichte, hörten sie eine Stimme aus der Ecke des Hauses: „Frieden, Gottes Barmherzigkeit und Segen seien auf dir und den Mitgliedern der Familie des Propheten (sav)!“ Ali (ks) fragte daraufhin, ob sie diesen Mann kennen. Er sagte es ist Khidr (ks).
    Das wurde von Bayhaqi im Dala›il an-Nubuwwa berichtet.

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