Die 40 Großsheikhs des Naqshbandiyya-Sufi Ordens
34. Sheikh der goldenen Kette:

Sheikh Muhammed Efendi al-Yaraghi

Möge Allah seine Seele heiligen  14.10.2019
  • Sheikh Muhammed Efendi al-Yaraghi war ein von jedem anerkannter frommer Imam. Er brachte die Schätze des Wissens und dessen feinen Verhaltenskodex hervor. Die Zügel an sein Egos angelegt, trug er fortan das Licht des himmlischen Wissens auf seiner Stirn und wurde mit den Zeichen der Vollkommenheit versehen.

    Sheikh Muhammed Efendi al-Yaraghi war ein einmaliges Beispiel der übernatürlichen Fähigkeiten. So kannte er als ein großartiger Wissender die Geheimnisse der Herzen seiner Weggefährten und ebnete als ein einmaliger Sufi ihren Weg zur vollkommenen Stufe der göttlichen Liebe. Sein Ruhm reichte bis in die Türkei, nach Persien und in einige Gebiete der arabischen Welt. Aufrichtigkeit und der Geist des inneren Friedens und der Reinheit erfüllten ganz und gar sein Herz. Er studierte die Wissenschaft der äußeren Form und der inneren Wirklichkeit und war ein großer Gelehrter des Qurans und der Überlieferungen. Neben der Wissenschaft der Rechtsprechung studierte er Chemie, Astronomie und Logik. In allen Gebieten galt er als anerkannte Autorität.

    Seine zahlreichen Aussprüche wurden zum Wegweiser der Suchenden. Die russischen Imperialisten seiner Zeit begegnete er mit seiner unerschütterlichen Tapferkeit. Ihm wurde wahre Frömmigkeit und reinster Glaube gewährt. Jedem begegnete er mit tiefster Demut. Die Menschen zum Naqshbandi Sufi Weg ermutigend, lehrte er sie, mit all ihrem Handeln und mit ihrem Herzen das umzusetzen, was sie gelernt hatten. Einem Rosengarten gleichend, versammelten sich die Bienen um ihn, um von seinem Nektar den süßesten Honig zu sammeln. Menschen strömten zu seiner Tür, um in diesem und im nächsten Leben Glückseligkeit zu erlangen.

    Sheikh Muhammed Efendi al-Yaraghi trainierte mehrere tausend Schüler. Am Tage unterwies er sie in die Strategien im Kampf gegen die Russen und in der Nacht berichtete er ihnen von der Spiritualität. Er schlief kaum zwei Stunden. Seine einzige Nahrung war Wasser und sein Kleiderschrank bestand aus einem einzigen Umhang aus Wolle. In der Gegend um Daghestan kannte er sich vorzüglich aus. Zu seinen Lebezeiten regierte der niederträchtige Tyrann Shah Shawus über Daghestan.

    In Kulal, in Shirwan im Kaukasus, kam er an einem Dienstag am 2. des Dhul-Qida im Jahre 1191 n.H. /1777 n.Chr. zur Welt.

  • Er war groß und stark; sein Bart samtweiß, seine Augen grün und seine Stimme zart.

    Von seinen Aussprüchen:

    Beschrieben die Liebenden Jenes Einen ihre Liebe für Ihn, so würde jeder Liebende aufgrund solch einer Schilderung sterben.

    Der Suchende verlangt nichts für sich, außer dem, das auch Gott für ihn vorgesehen hat. Nichts benötigt er vom Universum. Er bedarf einzig und allein seines Herrn.

    Sagt ein Suchender nach fünf Tagen Fasten: „Ich habe Hunger,“ so ist er nicht bereit für unseren Weg.

    Die Depression des Herzens entspringt jener drei Krankheiten: der Verlust der Harmonie mit der Natur; das Pflegen von Gewohnheiten, die dem Weg der Sunnah widersprechen; und die Gesellschaft mit korrupten Menschen.

    Verzweifeln die Herzen an der Schau der Essenz Gottes, so sendet Er Seine Attribute auf sie hinab. Schließlich finden sie inneren Frieden, Ruhe und Glückseligkeit.

    Das Untersuchen geschieht über die Augen. Das Bezeugen über das Herzen. Und Entschleierung entspringt den Geheimnissen der Vision.

    Wann ist der Herr mit seinen Dienern nicht glücklich? Wenn Seinem Diener die Versammlungen zum Dhikr langweilig werden und ihm zu lange dauern. Denn wäre seine Liebe für Gott wahr gewesen, so wäre es ihm nicht länger als ein Augenblick vorgekommen.

    Der Tod entsagt demjenigen das Glück, der sich an diese Welt mit seinem Herzen festgehaftet hat.

    Gott ehrt niemals denjenigen, der das Geld liebt.

    Die Liebe des Gläubigen ist ein Licht in seinem Herzen.

    Islam bedeutet: das Herz seinem Herrn hinzugeben und niemandem zu schaden.

    Voll Demut sagte er einmal: ”würde jemand in der Moschee rufen: „Möge die korrupteste Person die Moschee verlassen!“ so ginge ich sicherlich als erster”.

  • Wer mit seinem Herzen zu Gott kommt, dem lässt Gott die Herzen all Seiner anderen Diener zu ihm kommen

    Im menschlichen Wesen sehe ich Gottes Handwerk, ihre falschen Ideen und Vorstellungen jedoch verbieten ihnen solch eine Sichtweise. Auch vernehme ich von ihnen endloses Preisen ihres Herrn, wohingegen ihre Ohren taub dafür sind.

    Nicht jeder kann das Wollkleid tragen. Dazu bedarf es der Reinheit des Herzens.

    Wer voll Demut das Wollkleid der Sufis trägt, den wird Gott empor heben und sein Herz mit Licht bescheren. Wer jedoch jenes Ehrenkleid voll Hochmut an hat, den wird Gott im Abgrund verschwinden lassen.

    Von seinen Wundern

    Er pflegte seine Schüler in verschiedenen Stufen der Abgeschiedenheit zu unterweisen. So mussten zum Beispiel erfahrene Schüler, die schon viele solcher Übungen hinter sich hatten, in besonderen, im Boden eingerichteten Räumen einem noch intensiveren Training entgegentreten. Er trennte dabei nicht nach Geschlechter. Das stach einem neidischen Gelehrten ins Auge und er meldete dem Regenten von Daghestan, Shah Shawus, er vermische die Geschlechter. Jener Gelehrte erklärte Shah Shawus: „Dieser Mann tritt das göttliche Gesetz mit seinen Füßen,“ obwohl doch alle wussten, dass Sheikh al-Yaraghi für sein ausnahmsloses Einhalten des Gesetzes und der Sunnah bekannt war. Trotzdem versuchte jener Gelehrte den Statthalter zu überreden, ihn einsperren zu lassen. Schließlich sandte der einen Boten mit einem Brief zum Sheikh. Nachdem er diese Warnung vom Shah Shawus empfangen hatte, trug er dem Boten auf: „Warte! Ich werde dir ein Geschenk für den Statthalter übergeben, er soll es jedoch nicht öffnen bevor ich nicht vor ihm erschienen bin.“ So überreichte er ihm ein Paket.

    Als der Statthalter dieses Geschenk vom Sheikh erhielt, ergriff ihn die Angst und er wagte nicht einmal daran zu denken, es zu öffnen. Es kam der besagte Tag und Muhammed Efendi al-Yaraghi klopfte mit all seinen Schülern an die Tür des Regenten. Er trat ein und Shah Shawus sprang von seinem Platz auf, als er ihn kommen sah. Die Anwesenden wussten, dass mit ihm etwas nicht stimmte und dass in ihm etwas passiert sein musste, denn Shah Shawus stand niemals für irgendjemanden auf.

    Der Sheikh sagte: „Öffne das Paket!“

  • Shah Shawus öffnete es und fand einen Brief darin. Unter dem Brief war brennende Holzkohle. Unter der Holzkohle befand sich Schießpulver, das nur mit einem feinen Stück Stoff von der brennenden Holzkohle getrennt war. Sheikh al-Yaraghi sagte: „Lies den Brief!“ Zögernd öffnete er den Brief und las vor: „An den Statthalter. Obwohl die Beschuldigung gegen uns falsch ist, so wollen wir dennoch fragen: Kann jemand, der im Stande ist ein Paket voll brennender Holzkohle, die schon eine Woche lang auf Schießpulver lag ...“ Plötzlich erschauerte er und seine Hände fingen an zu zittern. Der Sheikh drängte: „Fürchte dich nicht. Lies weiter.“ Der Regent fuhr fort: „ ... die schon eine Woche lang auf Schießpulver lag ohne dass auch nur das geringste passiert wäre – ja kann denn so jemand nicht auch seine Schüler vor der Explosion durch das Feuer ihrer Leidenschaft bewahren?“

    Muhammed Efendi sagte oft die Zukunft seiner Schüler voraus und das, was er behauptete bewahrheitete sich immer. Kamen Blinde und Behinderte zu ihm, so betete er für sie und sie wurden geheilt. Und wenn Mittellose kamen und sie ihn um seine Bittegebete baten, wurden sie reich.

    Einmal brachte eine Mutter ihr Kind zu ihm. Es war gerademal vier Monate jung. Der Sheikh rief das Kind zu sich und plötzlich stand es auf und fing an zu ihm hin zu laufen. Jetzt sagte er zum Kind: „Sprich mir nach,“ und wahrlich sprach es das Kapitel der Aufrichtigkeit (Surah 112) dem Sheikh nach. Dann forderte er es auf: „So lies es nun alleine,“ und das Kind rezitierte es ganz von alleine. Jener, der von diesem Vorfall berichtete, teilte uns mit: „Ich sah diesen Menschen dreißig Jahre später wieder und er bewies dieselbe großartige Intelligenz, die er vor seinem Sheikh demonstriert hatte.

    Sein Streben zur Verteidigung der Freiheit des Glaubens

    J.F Baddeley ehrt Sheikh Muhammed Efendi al-Yaraghi in seinem Buch »The Russian Conquest of the Caucasus«: ... als der Gründer der politisch-religiösen Bewegung, welche ... in einer Zeit des großen Kampfes für Freiheit einen Großteil der Muslime Daghestans und Tschetscheniens vereint hatte, nahm er niemals die Führerschaft in Anspruch und man behauptet fälschlicherweise er sei der erste Imam gewesen.

    Während sie auf allen Seiten von den russischen Bajonetten umzingelt waren, nahm Mullah Muhammeds (al-Yaraghi) Einfluss unaufhörlich von Jahr zu Jahr zu. Unscheinbar und unbestimmbar durchbohrte er zielstrebig und schweigsam die Mauer des Stahles ... Die beiden Kräfte, materielle und moralische, standen sich stets einander feindlich gegenüber.

  • Es war ein ewiges Hin und Her. Löschten und zertrampelten die Soldaten des Zaren einmal mehr die letzten Funken der Freiheit, so erschien die heilige Flamme von neuem und erleuchtete das ganze Land bis zu dessen äußersten Grenzen.

    Gammer sagt in »Muslim Resistance to the Tsar«: Shamil and the Conquest of Chechnia and Daghestan über Sheikh Muhammed Efendi al-Yaraghi: Einstimmig behaupten russische Quellen, Muhammed al-Yarahgi und seine Schüler riefen die Menschen bereits von Anfang an zum Krieg gegen die Russen auf, welches sicherlich nicht überraschend ist, denn schaut man auf die Auswirkungen seiner Predigten, so bestätigt sich dies.

    Muhammed al-Yaraghi wollte zunächst Gottes Gebote durchsetzen und das Land von unmenschlichen und brutalen Bräuchen reinigen.

    Sheikh Muhammed Efendi al-Yaraghi sagte: „O ihr Menschen ... ihr seid weder Muslime noch Christen oder Heiden... Der Prophet beschrieb: ‚Der ist ein wahrer Gläubiger, der die Gebote Gottes einhält und meinen Weg pflegt. Jener, der gemäß meiner Richtlinie handelt, der wird wahrlich höher gestellt werden als alle Heiligen, die vor mir gekommen waren.’ Wehe euch, lasst ab von der Untugend und wendet euch ab von der Sünde. Verbringt eure Nacht und euren Tag in dem Haus Gottes. Betet zu Gott voll Hingabe und Eifer. Vergießt Tränen und bittet Ihn um Seine Vergebung.“

    Leslie Blanch bestätigt in ihrem Buch »Sabres of Paradise«, dass Sheikh Muhammed Efendi al-Yaraghi der Sheikh von Imam Shamil an-Naqshbandi war. Während ihrem Kampf gegen die Russen wies er, wie auch einst Jamaluddin al-Ghumuqi al-Husayni, ihn in die Strategien und Taktiken ein.

    Der erste Imam Daghestans und die erste führende Persönlichkeit im Krieg gegen die Russen war Ghazi Muhammed ibn Ismail ad-Daghestani, auch bekannt unter dem Namen Kazi Mulla. Durch Sheikh Jamaluddin al-Ghumuqi, der Nachfolger Sheikh Muhammed Efendi al-Yaraghis, wurde er in den Naqshbandi Orden eingeweiht. Gammer schreibt über ihn: „ ... (Sayyid) Jamal al-Din brachte Ghazi Muhammed zu seinem Lehrmeister, Sheikh Muhammed al-Yaraghi. Auf dass er seine Unterweisung im dem Gesetz Gottes vervollkommne und Muhammed Efendi ihn autorisierte die Tariqah im Lande Daghestans zu verbreiten. Auch gab er ihm seine Tochter zur Braut. So wurde Ghazi Muhammed zu einem Nachfolger des Jamal al-Dins und verrichtete Großes.“

    Sheikh Abd Allah ad-Daghestani berichtet, dass Sheikh Muhammed Efendi al-Yaraghi eine Vision mit Sheikh Shamil ash-Shirwani hatte und ihm die Autorität durch den Propheten verliehen wurde, den Kampf gegen die Unterdrücker fortzusetzen.

  • Sheikh Muhammed Efendi erzählte:

    Nach dem Morgengebet legte ich mich für ein kleines Nickerchen in meiner Moschee hin. Alsbald sah ich Sheikh Shamil ash-Shirwani auf mich zu kommen, wobei er vom Propheten und Salman al-Farsi begleitet wurde. Salman al-Farsi sagte daraufhin zu mir: „Sei zu deinem Sheikh so wie ich zum Propheten gewesen war. Ich hatte einen Schützengraben für die Schlacht des Khandaqs ausgegraben, welcher die Ausgewanderten und unsere Helfer vom Ansturm der Ungläubigen und der Unterdrücker bewahrt hatte.“ Nun zeigte er auf Sheikh Ismail ash-Shirwani und fuhr fort: „Seit langem schon ermutigte Ismail ash-Shirwani dich und Khas Muhammed eine stark Front gegen die Angreifer zu errichten. Heute soll der Tag gekommen sein.“ Dann blickte Sheikh Ismail zu mir: „Mein Sohn, du hast jetzt meine Erlaubnis, schreite voran, du wirst unterstützt werden. Verkünde den Kampf gegen die religiöse Unterdrückung.“

    Gammer stellt jenes wie folgt fest: In Daghestan entstand nun eine allgemeine einheitliche Widerstandsbewegung gegen die Russen. Sheikh Muhammed al-Yaraghi sollte nicht länger schweigen und unterstütze fortan Ghazi Muhammed. Schließlich erklärte er im September 1830 den Krieg gegen die Russen.

    Sheikh Abd Allah berichtet von Sheikh Muhammed Efendi al-Yaraghis Bemühungen im Kampf gegen die Russen, die ständig versuchten die Kontrolle über Daghestan zu erringen:

    Als Sheikh Muhammed Efendi al-Yaraghi in jener Vision mit dem Widerstand auf dem Schlachtfeld autorisiert worden war, wählte er seine Mitstreiter aus, erzog sie und unterstützte sie. Eines Tages rief er in seinem Gebet zu Gott: „O Gott, so wie Du dem Propheten Umar beschert hast, so gewähre auch mir Führer für den Widerstand, auf dass sie meine Mitstreiter in der Spiritualität des Naqshbandi Sufi Weges erziehen und sie durch die Sheikhs der Goldenen Kette unterstützen, insbesondere durch den lebenden Sheikh ihrer Zeit.“

    Der erste Imam, Ghazi Muhammed, fiel bei einem russischen Angriff im Jahre 1832. Ihm folgte der zweite Imam Daghestans, Hamza Bek ibn Ali al-Hutsali. Gammer schildert seine Ernennung: Nach dem Tode des ersten Imams ernannten die Gelehrten und Würdenträger Hamza Bek. Die Wahl des neuen Imams führte Sheikh Muhammed al-Yaraghi durch ... Muhammed al-Yaraghi kannte die negativen Auswirkungen des Todes von Ghazi Muhammed, welche sich mit der Zeit immer weiter verschlimmern würden, so ließ er ihren Mut nicht sinken und erwählte vorzeitig einen neuen Imam.

  • Über Imam Shamil (1212-1289 n.H. /1796-1871 n.Chr.), der 25 Jahre den Krieg gegen die Russen angeführt hat, schreibt Gammer: ... Shamil folgte dem Beispiel seines älteren Freundes (der erste Imam Daghestans Ghazi Muhammed) und wurde an der Hand des Sheikh Jamal al-Din in den Naqshbandi Orden eingeweiht und zu einem Nachfolger des Sheikh Muhammed al-Yaraghi ...

    Über seine Ernennung zum dritten Imam, nach der Ermordung des Hamza Beks, schreibt Gammer: Er berief eine Versammlung der Gelehrten und der Würdenträger zur Wahl eines neuen Imams. In der Tat, wählten die Teilnehmer einstimmig Shamil ... Dazu wurden sie sicherlich durch die Nominierung Shamils durch Sayyid Jamal al-Din verleitet – dem einzigen spirituellen Führer in Dahgestan nach dem Tode des Muhammed al-Yaraghis – Natürlich trug auch die schillernde Persönlichkeit Shamils zu seiner Ernennung bei ..

    Sheikh Abd Allah sagte über Imam Shamil: Der Erfolg Imam Shamils gegen die Unterdrücker lag in der spirituellen Unterstützung durch Sheikh Khas Muhammed, Sheikh Muhammed Efendi al-Yaraghi und Sayyid Jamaluddin al-Ghumuqi und schließlich war sie durch die Hilfe der Propheten begründet. Niemand hätte ihn aufgrund jenes spirituellen Rückhalts bezwingen könne. Einmal sandte Sheikh Muhammed Efendi al-Yaraghi eine Botschaft zu Imam Shamil über Sayyid Jamaluddin al-Ghumuqi: „Bewahre deine Herzensverbindung mit uns; und dir wird der Sieg über jeden gewährt. Andernfalls wirst du besiegt.“

    Sheikh Muhammed Efendi al-Yaraghi schied am 17. des Muharrem an einem Mittwoch im Jahre 1265 n.H. /1848 n.Chr. dahin. Er autorisierte Sayyid Jamaluddin al-Ghumuqi al-Husayni mit seiner Nachfolgerschaft und erfüllte somit den letzten Willen ihres gemeinsamen Sheikhs, Ismail ash-Shirwani.

  • Sheikh Muhammed Efendi al-Yaraghi war ein von jedem anerkannter frommer Imam. Er brachte die Schätze des Wissens und dessen feinen Verhaltenskodex hervor. Die Zügel an sein Egos angelegt, trug er fortan das Licht des himmlischen Wissens auf seiner Stirn und wurde mit den Zeichen der Vollkommenheit versehen.

    Sheikh Muhammed Efendi al-Yaraghi war ein einmaliges Beispiel der übernatürlichen Fähigkeiten. So kannte er als ein großartiger Wissender die Geheimnisse der Herzen seiner Weggefährten und ebnete als ein einmaliger Sufi ihren Weg zur vollkommenen Stufe der göttlichen Liebe. Sein Ruhm reichte bis in die Türkei, nach Persien und in einige Gebiete der arabischen Welt. Aufrichtigkeit und der Geist des inneren Friedens und der Reinheit erfüllten ganz und gar sein Herz. Er studierte die Wissenschaft der äußeren Form und der inneren Wirklichkeit und war ein großer Gelehrter des Qurans und der Überlieferungen. Neben der Wissenschaft der Rechtsprechung studierte er Chemie, Astronomie und Logik. In allen Gebieten galt er als anerkannte Autorität.

    Seine zahlreichen Aussprüche wurden zum Wegweiser der Suchenden. Die russischen Imperialisten seiner Zeit begegnete er mit seiner unerschütterlichen Tapferkeit. Ihm wurde wahre Frömmigkeit und reinster Glaube gewährt. Jedem begegnete er mit tiefster Demut. Die Menschen zum Naqshbandi Sufi Weg ermutigend, lehrte er sie, mit all ihrem Handeln und mit ihrem Herzen das umzusetzen, was sie gelernt hatten. Einem Rosengarten gleichend, versammelten sich die Bienen um ihn, um von seinem Nektar den süßesten Honig zu sammeln. Menschen strömten zu seiner Tür, um in diesem und im nächsten Leben Glückseligkeit zu erlangen.

    Sheikh Muhammed Efendi al-Yaraghi trainierte mehrere tausend Schüler. Am Tage unterwies er sie in die Strategien im Kampf gegen die Russen und in der Nacht berichtete er ihnen von der Spiritualität. Er schlief kaum zwei Stunden. Seine einzige Nahrung war Wasser und sein Kleiderschrank bestand aus einem einzigen Umhang aus Wolle. In der Gegend um Daghestan kannte er sich vorzüglich aus. Zu seinen Lebezeiten regierte der niederträchtige Tyrann Shah Shawus über Daghestan.

    In Kulal, in Shirwan im Kaukasus, kam er an einem Dienstag am 2. des Dhul-Qida im Jahre 1191 n.H. /1777 n.Chr. zur Welt.

  • Er war groß und stark; sein Bart samtweiß, seine Augen grün und seine Stimme zart.

    Von seinen Aussprüchen:

    Beschrieben die Liebenden Jenes Einen ihre Liebe für Ihn, so würde jeder Liebende aufgrund solch einer Schilderung sterben.

    Der Suchende verlangt nichts für sich, außer dem, das auch Gott für ihn vorgesehen hat. Nichts benötigt er vom Universum. Er bedarf einzig und allein seines Herrn.

    Sagt ein Suchender nach fünf Tagen Fasten: „Ich habe Hunger,“ so ist er nicht bereit für unseren Weg.

    Die Depression des Herzens entspringt jener drei Krankheiten: der Verlust der Harmonie mit der Natur; das Pflegen von Gewohnheiten, die dem Weg der Sunnah widersprechen; und die Gesellschaft mit korrupten Menschen.

    Verzweifeln die Herzen an der Schau der Essenz Gottes, so sendet Er Seine Attribute auf sie hinab. Schließlich finden sie inneren Frieden, Ruhe und Glückseligkeit.

    Das Untersuchen geschieht über die Augen. Das Bezeugen über das Herzen. Und Entschleierung entspringt den Geheimnissen der Vision.

    Wann ist der Herr mit seinen Dienern nicht glücklich? Wenn Seinem Diener die Versammlungen zum Dhikr langweilig werden und ihm zu lange dauern. Denn wäre seine Liebe für Gott wahr gewesen, so wäre es ihm nicht länger als ein Augenblick vorgekommen.

    Der Tod entsagt demjenigen das Glück, der sich an diese Welt mit seinem Herzen festgehaftet hat.

    Gott ehrt niemals denjenigen, der das Geld liebt.

    Die Liebe des Gläubigen ist ein Licht in seinem Herzen.

    Islam bedeutet: das Herz seinem Herrn hinzugeben und niemandem zu schaden.

    Voll Demut sagte er einmal: ”würde jemand in der Moschee rufen: „Möge die korrupteste Person die Moschee verlassen!“ so ginge ich sicherlich als erster”.

  • Wer mit seinem Herzen zu Gott kommt, dem lässt Gott die Herzen all Seiner anderen Diener zu ihm kommen

    Im menschlichen Wesen sehe ich Gottes Handwerk, ihre falschen Ideen und Vorstellungen jedoch verbieten ihnen solch eine Sichtweise. Auch vernehme ich von ihnen endloses Preisen ihres Herrn, wohingegen ihre Ohren taub dafür sind.

    Nicht jeder kann das Wollkleid tragen. Dazu bedarf es der Reinheit des Herzens.

    Wer voll Demut das Wollkleid der Sufis trägt, den wird Gott empor heben und sein Herz mit Licht bescheren. Wer jedoch jenes Ehrenkleid voll Hochmut an hat, den wird Gott im Abgrund verschwinden lassen.

    Von seinen Wundern

    Er pflegte seine Schüler in verschiedenen Stufen der Abgeschiedenheit zu unterweisen. So mussten zum Beispiel erfahrene Schüler, die schon viele solcher Übungen hinter sich hatten, in besonderen, im Boden eingerichteten Räumen einem noch intensiveren Training entgegentreten. Er trennte dabei nicht nach Geschlechter. Das stach einem neidischen Gelehrten ins Auge und er meldete dem Regenten von Daghestan, Shah Shawus, er vermische die Geschlechter. Jener Gelehrte erklärte Shah Shawus: „Dieser Mann tritt das göttliche Gesetz mit seinen Füßen,“ obwohl doch alle wussten, dass Sheikh al-Yaraghi für sein ausnahmsloses Einhalten des Gesetzes und der Sunnah bekannt war. Trotzdem versuchte jener Gelehrte den Statthalter zu überreden, ihn einsperren zu lassen. Schließlich sandte der einen Boten mit einem Brief zum Sheikh. Nachdem er diese Warnung vom Shah Shawus empfangen hatte, trug er dem Boten auf: „Warte! Ich werde dir ein Geschenk für den Statthalter übergeben, er soll es jedoch nicht öffnen bevor ich nicht vor ihm erschienen bin.“ So überreichte er ihm ein Paket.

    Als der Statthalter dieses Geschenk vom Sheikh erhielt, ergriff ihn die Angst und er wagte nicht einmal daran zu denken, es zu öffnen. Es kam der besagte Tag und Muhammed Efendi al-Yaraghi klopfte mit all seinen Schülern an die Tür des Regenten. Er trat ein und Shah Shawus sprang von seinem Platz auf, als er ihn kommen sah. Die Anwesenden wussten, dass mit ihm etwas nicht stimmte und dass in ihm etwas passiert sein musste, denn Shah Shawus stand niemals für irgendjemanden auf.

    Der Sheikh sagte: „Öffne das Paket!“

  • Shah Shawus öffnete es und fand einen Brief darin. Unter dem Brief war brennende Holzkohle. Unter der Holzkohle befand sich Schießpulver, das nur mit einem feinen Stück Stoff von der brennenden Holzkohle getrennt war. Sheikh al-Yaraghi sagte: „Lies den Brief!“ Zögernd öffnete er den Brief und las vor: „An den Statthalter. Obwohl die Beschuldigung gegen uns falsch ist, so wollen wir dennoch fragen: Kann jemand, der im Stande ist ein Paket voll brennender Holzkohle, die schon eine Woche lang auf Schießpulver lag ...“ Plötzlich erschauerte er und seine Hände fingen an zu zittern. Der Sheikh drängte: „Fürchte dich nicht. Lies weiter.“ Der Regent fuhr fort: „ ... die schon eine Woche lang auf Schießpulver lag ohne dass auch nur das geringste passiert wäre – ja kann denn so jemand nicht auch seine Schüler vor der Explosion durch das Feuer ihrer Leidenschaft bewahren?“

    Muhammed Efendi sagte oft die Zukunft seiner Schüler voraus und das, was er behauptete bewahrheitete sich immer. Kamen Blinde und Behinderte zu ihm, so betete er für sie und sie wurden geheilt. Und wenn Mittellose kamen und sie ihn um seine Bittegebete baten, wurden sie reich.

    Einmal brachte eine Mutter ihr Kind zu ihm. Es war gerademal vier Monate jung. Der Sheikh rief das Kind zu sich und plötzlich stand es auf und fing an zu ihm hin zu laufen. Jetzt sagte er zum Kind: „Sprich mir nach,“ und wahrlich sprach es das Kapitel der Aufrichtigkeit (Surah 112) dem Sheikh nach. Dann forderte er es auf: „So lies es nun alleine,“ und das Kind rezitierte es ganz von alleine. Jener, der von diesem Vorfall berichtete, teilte uns mit: „Ich sah diesen Menschen dreißig Jahre später wieder und er bewies dieselbe großartige Intelligenz, die er vor seinem Sheikh demonstriert hatte.

    Sein Streben zur Verteidigung der Freiheit des Glaubens

    J.F Baddeley ehrt Sheikh Muhammed Efendi al-Yaraghi in seinem Buch »The Russian Conquest of the Caucasus«: ... als der Gründer der politisch-religiösen Bewegung, welche ... in einer Zeit des großen Kampfes für Freiheit einen Großteil der Muslime Daghestans und Tschetscheniens vereint hatte, nahm er niemals die Führerschaft in Anspruch und man behauptet fälschlicherweise er sei der erste Imam gewesen.

    Während sie auf allen Seiten von den russischen Bajonetten umzingelt waren, nahm Mullah Muhammeds (al-Yaraghi) Einfluss unaufhörlich von Jahr zu Jahr zu. Unscheinbar und unbestimmbar durchbohrte er zielstrebig und schweigsam die Mauer des Stahles ... Die beiden Kräfte, materielle und moralische, standen sich stets einander feindlich gegenüber.

  • Es war ein ewiges Hin und Her. Löschten und zertrampelten die Soldaten des Zaren einmal mehr die letzten Funken der Freiheit, so erschien die heilige Flamme von neuem und erleuchtete das ganze Land bis zu dessen äußersten Grenzen.

    Gammer sagt in »Muslim Resistance to the Tsar«: Shamil and the Conquest of Chechnia and Daghestan über Sheikh Muhammed Efendi al-Yaraghi: Einstimmig behaupten russische Quellen, Muhammed al-Yarahgi und seine Schüler riefen die Menschen bereits von Anfang an zum Krieg gegen die Russen auf, welches sicherlich nicht überraschend ist, denn schaut man auf die Auswirkungen seiner Predigten, so bestätigt sich dies.

    Muhammed al-Yaraghi wollte zunächst Gottes Gebote durchsetzen und das Land von unmenschlichen und brutalen Bräuchen reinigen.

    Sheikh Muhammed Efendi al-Yaraghi sagte: „O ihr Menschen ... ihr seid weder Muslime noch Christen oder Heiden... Der Prophet beschrieb: ‚Der ist ein wahrer Gläubiger, der die Gebote Gottes einhält und meinen Weg pflegt. Jener, der gemäß meiner Richtlinie handelt, der wird wahrlich höher gestellt werden als alle Heiligen, die vor mir gekommen waren.’ Wehe euch, lasst ab von der Untugend und wendet euch ab von der Sünde. Verbringt eure Nacht und euren Tag in dem Haus Gottes. Betet zu Gott voll Hingabe und Eifer. Vergießt Tränen und bittet Ihn um Seine Vergebung.“

    Leslie Blanch bestätigt in ihrem Buch »Sabres of Paradise«, dass Sheikh Muhammed Efendi al-Yaraghi der Sheikh von Imam Shamil an-Naqshbandi war. Während ihrem Kampf gegen die Russen wies er, wie auch einst Jamaluddin al-Ghumuqi al-Husayni, ihn in die Strategien und Taktiken ein.

    Der erste Imam Daghestans und die erste führende Persönlichkeit im Krieg gegen die Russen war Ghazi Muhammed ibn Ismail ad-Daghestani, auch bekannt unter dem Namen Kazi Mulla. Durch Sheikh Jamaluddin al-Ghumuqi, der Nachfolger Sheikh Muhammed Efendi al-Yaraghis, wurde er in den Naqshbandi Orden eingeweiht. Gammer schreibt über ihn: „ ... (Sayyid) Jamal al-Din brachte Ghazi Muhammed zu seinem Lehrmeister, Sheikh Muhammed al-Yaraghi. Auf dass er seine Unterweisung im dem Gesetz Gottes vervollkommne und Muhammed Efendi ihn autorisierte die Tariqah im Lande Daghestans zu verbreiten. Auch gab er ihm seine Tochter zur Braut. So wurde Ghazi Muhammed zu einem Nachfolger des Jamal al-Dins und verrichtete Großes.“

    Sheikh Abd Allah ad-Daghestani berichtet, dass Sheikh Muhammed Efendi al-Yaraghi eine Vision mit Sheikh Shamil ash-Shirwani hatte und ihm die Autorität durch den Propheten verliehen wurde, den Kampf gegen die Unterdrücker fortzusetzen.

  • Sheikh Muhammed Efendi erzählte:

    Nach dem Morgengebet legte ich mich für ein kleines Nickerchen in meiner Moschee hin. Alsbald sah ich Sheikh Shamil ash-Shirwani auf mich zu kommen, wobei er vom Propheten und Salman al-Farsi begleitet wurde. Salman al-Farsi sagte daraufhin zu mir: „Sei zu deinem Sheikh so wie ich zum Propheten gewesen war. Ich hatte einen Schützengraben für die Schlacht des Khandaqs ausgegraben, welcher die Ausgewanderten und unsere Helfer vom Ansturm der Ungläubigen und der Unterdrücker bewahrt hatte.“ Nun zeigte er auf Sheikh Ismail ash-Shirwani und fuhr fort: „Seit langem schon ermutigte Ismail ash-Shirwani dich und Khas Muhammed eine stark Front gegen die Angreifer zu errichten. Heute soll der Tag gekommen sein.“ Dann blickte Sheikh Ismail zu mir: „Mein Sohn, du hast jetzt meine Erlaubnis, schreite voran, du wirst unterstützt werden. Verkünde den Kampf gegen die religiöse Unterdrückung.“

    Gammer stellt jenes wie folgt fest: In Daghestan entstand nun eine allgemeine einheitliche Widerstandsbewegung gegen die Russen. Sheikh Muhammed al-Yaraghi sollte nicht länger schweigen und unterstütze fortan Ghazi Muhammed. Schließlich erklärte er im September 1830 den Krieg gegen die Russen.

    Sheikh Abd Allah berichtet von Sheikh Muhammed Efendi al-Yaraghis Bemühungen im Kampf gegen die Russen, die ständig versuchten die Kontrolle über Daghestan zu erringen:

    Als Sheikh Muhammed Efendi al-Yaraghi in jener Vision mit dem Widerstand auf dem Schlachtfeld autorisiert worden war, wählte er seine Mitstreiter aus, erzog sie und unterstützte sie. Eines Tages rief er in seinem Gebet zu Gott: „O Gott, so wie Du dem Propheten Umar beschert hast, so gewähre auch mir Führer für den Widerstand, auf dass sie meine Mitstreiter in der Spiritualität des Naqshbandi Sufi Weges erziehen und sie durch die Sheikhs der Goldenen Kette unterstützen, insbesondere durch den lebenden Sheikh ihrer Zeit.“

    Der erste Imam, Ghazi Muhammed, fiel bei einem russischen Angriff im Jahre 1832. Ihm folgte der zweite Imam Daghestans, Hamza Bek ibn Ali al-Hutsali. Gammer schildert seine Ernennung: Nach dem Tode des ersten Imams ernannten die Gelehrten und Würdenträger Hamza Bek. Die Wahl des neuen Imams führte Sheikh Muhammed al-Yaraghi durch ... Muhammed al-Yaraghi kannte die negativen Auswirkungen des Todes von Ghazi Muhammed, welche sich mit der Zeit immer weiter verschlimmern würden, so ließ er ihren Mut nicht sinken und erwählte vorzeitig einen neuen Imam.

  • Über Imam Shamil (1212-1289 n.H. /1796-1871 n.Chr.), der 25 Jahre den Krieg gegen die Russen angeführt hat, schreibt Gammer: ... Shamil folgte dem Beispiel seines älteren Freundes (der erste Imam Daghestans Ghazi Muhammed) und wurde an der Hand des Sheikh Jamal al-Din in den Naqshbandi Orden eingeweiht und zu einem Nachfolger des Sheikh Muhammed al-Yaraghi ...

    Über seine Ernennung zum dritten Imam, nach der Ermordung des Hamza Beks, schreibt Gammer: Er berief eine Versammlung der Gelehrten und der Würdenträger zur Wahl eines neuen Imams. In der Tat, wählten die Teilnehmer einstimmig Shamil ... Dazu wurden sie sicherlich durch die Nominierung Shamils durch Sayyid Jamal al-Din verleitet – dem einzigen spirituellen Führer in Dahgestan nach dem Tode des Muhammed al-Yaraghis – Natürlich trug auch die schillernde Persönlichkeit Shamils zu seiner Ernennung bei ..

    Sheikh Abd Allah sagte über Imam Shamil: Der Erfolg Imam Shamils gegen die Unterdrücker lag in der spirituellen Unterstützung durch Sheikh Khas Muhammed, Sheikh Muhammed Efendi al-Yaraghi und Sayyid Jamaluddin al-Ghumuqi und schließlich war sie durch die Hilfe der Propheten begründet. Niemand hätte ihn aufgrund jenes spirituellen Rückhalts bezwingen könne. Einmal sandte Sheikh Muhammed Efendi al-Yaraghi eine Botschaft zu Imam Shamil über Sayyid Jamaluddin al-Ghumuqi: „Bewahre deine Herzensverbindung mit uns; und dir wird der Sieg über jeden gewährt. Andernfalls wirst du besiegt.“

    Sheikh Muhammed Efendi al-Yaraghi schied am 17. des Muharrem an einem Mittwoch im Jahre 1265 n.H. /1848 n.Chr. dahin. Er autorisierte Sayyid Jamaluddin al-Ghumuqi al-Husayni mit seiner Nachfolgerschaft und erfüllte somit den letzten Willen ihres gemeinsamen Sheikhs, Ismail ash-Shirwani.

  • Sheikh Muhammed Efendi al-Yaraghi war ein von jedem anerkannter frommer Imam. Er brachte die Schätze des Wissens und dessen feinen Verhaltenskodex hervor. Die Zügel an sein Egos angelegt, trug er fortan das Licht des himmlischen Wissens auf seiner Stirn und wurde mit den Zeichen der Vollkommenheit versehen.

    Sheikh Muhammed Efendi al-Yaraghi war ein einmaliges Beispiel der übernatürlichen Fähigkeiten. So kannte er als ein großartiger Wissender die Geheimnisse der Herzen seiner Weggefährten und ebnete als ein einmaliger Sufi ihren Weg zur vollkommenen Stufe der göttlichen Liebe. Sein Ruhm reichte bis in die Türkei, nach Persien und in einige Gebiete der arabischen Welt. Aufrichtigkeit und der Geist des inneren Friedens und der Reinheit erfüllten ganz und gar sein Herz. Er studierte die Wissenschaft der äußeren Form und der inneren Wirklichkeit und war ein großer Gelehrter des Qurans und der Überlieferungen. Neben der Wissenschaft der Rechtsprechung studierte er Chemie, Astronomie und Logik. In allen Gebieten galt er als anerkannte Autorität.

    Seine zahlreichen Aussprüche wurden zum Wegweiser der Suchenden. Die russischen Imperialisten seiner Zeit begegnete er mit seiner unerschütterlichen Tapferkeit. Ihm wurde wahre Frömmigkeit und reinster Glaube gewährt. Jedem begegnete er mit tiefster Demut. Die Menschen zum Naqshbandi Sufi Weg ermutigend, lehrte er sie, mit all ihrem Handeln und mit ihrem Herzen das umzusetzen, was sie gelernt hatten. Einem Rosengarten gleichend, versammelten sich die Bienen um ihn, um von seinem Nektar den süßesten Honig zu sammeln. Menschen strömten zu seiner Tür, um in diesem und im nächsten Leben Glückseligkeit zu erlangen.

    Sheikh Muhammed Efendi al-Yaraghi trainierte mehrere tausend Schüler. Am Tage unterwies er sie in die Strategien im Kampf gegen die Russen und in der Nacht berichtete er ihnen von der Spiritualität. Er schlief kaum zwei Stunden. Seine einzige Nahrung war Wasser und sein Kleiderschrank bestand aus einem einzigen Umhang aus Wolle. In der Gegend um Daghestan kannte er sich vorzüglich aus. Zu seinen Lebezeiten regierte der niederträchtige Tyrann Shah Shawus über Daghestan.

    In Kulal, in Shirwan im Kaukasus, kam er an einem Dienstag am 2. des Dhul-Qida im Jahre 1191 n.H. /1777 n.Chr. zur Welt.

  • Er war groß und stark; sein Bart samtweiß, seine Augen grün und seine Stimme zart.

    Von seinen Aussprüchen:

    Beschrieben die Liebenden Jenes Einen ihre Liebe für Ihn, so würde jeder Liebende aufgrund solch einer Schilderung sterben.

    Der Suchende verlangt nichts für sich, außer dem, das auch Gott für ihn vorgesehen hat. Nichts benötigt er vom Universum. Er bedarf einzig und allein seines Herrn.

    Sagt ein Suchender nach fünf Tagen Fasten: „Ich habe Hunger,“ so ist er nicht bereit für unseren Weg.

    Die Depression des Herzens entspringt jener drei Krankheiten: der Verlust der Harmonie mit der Natur; das Pflegen von Gewohnheiten, die dem Weg der Sunnah widersprechen; und die Gesellschaft mit korrupten Menschen.

    Verzweifeln die Herzen an der Schau der Essenz Gottes, so sendet Er Seine Attribute auf sie hinab. Schließlich finden sie inneren Frieden, Ruhe und Glückseligkeit.

    Das Untersuchen geschieht über die Augen. Das Bezeugen über das Herzen. Und Entschleierung entspringt den Geheimnissen der Vision.

    Wann ist der Herr mit seinen Dienern nicht glücklich? Wenn Seinem Diener die Versammlungen zum Dhikr langweilig werden und ihm zu lange dauern. Denn wäre seine Liebe für Gott wahr gewesen, so wäre es ihm nicht länger als ein Augenblick vorgekommen.

    Der Tod entsagt demjenigen das Glück, der sich an diese Welt mit seinem Herzen festgehaftet hat.

    Gott ehrt niemals denjenigen, der das Geld liebt.

    Die Liebe des Gläubigen ist ein Licht in seinem Herzen.

    Islam bedeutet: das Herz seinem Herrn hinzugeben und niemandem zu schaden.

    Voll Demut sagte er einmal: ”würde jemand in der Moschee rufen: „Möge die korrupteste Person die Moschee verlassen!“ so ginge ich sicherlich als erster”.

  • Wer mit seinem Herzen zu Gott kommt, dem lässt Gott die Herzen all Seiner anderen Diener zu ihm kommen

    Im menschlichen Wesen sehe ich Gottes Handwerk, ihre falschen Ideen und Vorstellungen jedoch verbieten ihnen solch eine Sichtweise. Auch vernehme ich von ihnen endloses Preisen ihres Herrn, wohingegen ihre Ohren taub dafür sind.

    Nicht jeder kann das Wollkleid tragen. Dazu bedarf es der Reinheit des Herzens.

    Wer voll Demut das Wollkleid der Sufis trägt, den wird Gott empor heben und sein Herz mit Licht bescheren. Wer jedoch jenes Ehrenkleid voll Hochmut an hat, den wird Gott im Abgrund verschwinden lassen.

    Von seinen Wundern

    Er pflegte seine Schüler in verschiedenen Stufen der Abgeschiedenheit zu unterweisen. So mussten zum Beispiel erfahrene Schüler, die schon viele solcher Übungen hinter sich hatten, in besonderen, im Boden eingerichteten Räumen einem noch intensiveren Training entgegentreten. Er trennte dabei nicht nach Geschlechter. Das stach einem neidischen Gelehrten ins Auge und er meldete dem Regenten von Daghestan, Shah Shawus, er vermische die Geschlechter. Jener Gelehrte erklärte Shah Shawus: „Dieser Mann tritt das göttliche Gesetz mit seinen Füßen,“ obwohl doch alle wussten, dass Sheikh al-Yaraghi für sein ausnahmsloses Einhalten des Gesetzes und der Sunnah bekannt war. Trotzdem versuchte jener Gelehrte den Statthalter zu überreden, ihn einsperren zu lassen. Schließlich sandte der einen Boten mit einem Brief zum Sheikh. Nachdem er diese Warnung vom Shah Shawus empfangen hatte, trug er dem Boten auf: „Warte! Ich werde dir ein Geschenk für den Statthalter übergeben, er soll es jedoch nicht öffnen bevor ich nicht vor ihm erschienen bin.“ So überreichte er ihm ein Paket.

    Als der Statthalter dieses Geschenk vom Sheikh erhielt, ergriff ihn die Angst und er wagte nicht einmal daran zu denken, es zu öffnen. Es kam der besagte Tag und Muhammed Efendi al-Yaraghi klopfte mit all seinen Schülern an die Tür des Regenten. Er trat ein und Shah Shawus sprang von seinem Platz auf, als er ihn kommen sah. Die Anwesenden wussten, dass mit ihm etwas nicht stimmte und dass in ihm etwas passiert sein musste, denn Shah Shawus stand niemals für irgendjemanden auf.

    Der Sheikh sagte: „Öffne das Paket!“

  • Shah Shawus öffnete es und fand einen Brief darin. Unter dem Brief war brennende Holzkohle. Unter der Holzkohle befand sich Schießpulver, das nur mit einem feinen Stück Stoff von der brennenden Holzkohle getrennt war. Sheikh al-Yaraghi sagte: „Lies den Brief!“ Zögernd öffnete er den Brief und las vor: „An den Statthalter. Obwohl die Beschuldigung gegen uns falsch ist, so wollen wir dennoch fragen: Kann jemand, der im Stande ist ein Paket voll brennender Holzkohle, die schon eine Woche lang auf Schießpulver lag ...“ Plötzlich erschauerte er und seine Hände fingen an zu zittern. Der Sheikh drängte: „Fürchte dich nicht. Lies weiter.“ Der Regent fuhr fort: „ ... die schon eine Woche lang auf Schießpulver lag ohne dass auch nur das geringste passiert wäre – ja kann denn so jemand nicht auch seine Schüler vor der Explosion durch das Feuer ihrer Leidenschaft bewahren?“

    Muhammed Efendi sagte oft die Zukunft seiner Schüler voraus und das, was er behauptete bewahrheitete sich immer. Kamen Blinde und Behinderte zu ihm, so betete er für sie und sie wurden geheilt. Und wenn Mittellose kamen und sie ihn um seine Bittegebete baten, wurden sie reich.

    Einmal brachte eine Mutter ihr Kind zu ihm. Es war gerademal vier Monate jung. Der Sheikh rief das Kind zu sich und plötzlich stand es auf und fing an zu ihm hin zu laufen. Jetzt sagte er zum Kind: „Sprich mir nach,“ und wahrlich sprach es das Kapitel der Aufrichtigkeit (Surah 112) dem Sheikh nach. Dann forderte er es auf: „So lies es nun alleine,“ und das Kind rezitierte es ganz von alleine. Jener, der von diesem Vorfall berichtete, teilte uns mit: „Ich sah diesen Menschen dreißig Jahre später wieder und er bewies dieselbe großartige Intelligenz, die er vor seinem Sheikh demonstriert hatte.

    Sein Streben zur Verteidigung der Freiheit des Glaubens

    J.F Baddeley ehrt Sheikh Muhammed Efendi al-Yaraghi in seinem Buch »The Russian Conquest of the Caucasus«: ... als der Gründer der politisch-religiösen Bewegung, welche ... in einer Zeit des großen Kampfes für Freiheit einen Großteil der Muslime Daghestans und Tschetscheniens vereint hatte, nahm er niemals die Führerschaft in Anspruch und man behauptet fälschlicherweise er sei der erste Imam gewesen.

    Während sie auf allen Seiten von den russischen Bajonetten umzingelt waren, nahm Mullah Muhammeds (al-Yaraghi) Einfluss unaufhörlich von Jahr zu Jahr zu. Unscheinbar und unbestimmbar durchbohrte er zielstrebig und schweigsam die Mauer des Stahles ... Die beiden Kräfte, materielle und moralische, standen sich stets einander feindlich gegenüber.

  • Es war ein ewiges Hin und Her. Löschten und zertrampelten die Soldaten des Zaren einmal mehr die letzten Funken der Freiheit, so erschien die heilige Flamme von neuem und erleuchtete das ganze Land bis zu dessen äußersten Grenzen.

    Gammer sagt in »Muslim Resistance to the Tsar«: Shamil and the Conquest of Chechnia and Daghestan über Sheikh Muhammed Efendi al-Yaraghi: Einstimmig behaupten russische Quellen, Muhammed al-Yarahgi und seine Schüler riefen die Menschen bereits von Anfang an zum Krieg gegen die Russen auf, welches sicherlich nicht überraschend ist, denn schaut man auf die Auswirkungen seiner Predigten, so bestätigt sich dies.

    Muhammed al-Yaraghi wollte zunächst Gottes Gebote durchsetzen und das Land von unmenschlichen und brutalen Bräuchen reinigen.

    Sheikh Muhammed Efendi al-Yaraghi sagte: „O ihr Menschen ... ihr seid weder Muslime noch Christen oder Heiden... Der Prophet beschrieb: ‚Der ist ein wahrer Gläubiger, der die Gebote Gottes einhält und meinen Weg pflegt. Jener, der gemäß meiner Richtlinie handelt, der wird wahrlich höher gestellt werden als alle Heiligen, die vor mir gekommen waren.’ Wehe euch, lasst ab von der Untugend und wendet euch ab von der Sünde. Verbringt eure Nacht und euren Tag in dem Haus Gottes. Betet zu Gott voll Hingabe und Eifer. Vergießt Tränen und bittet Ihn um Seine Vergebung.“

    Leslie Blanch bestätigt in ihrem Buch »Sabres of Paradise«, dass Sheikh Muhammed Efendi al-Yaraghi der Sheikh von Imam Shamil an-Naqshbandi war. Während ihrem Kampf gegen die Russen wies er, wie auch einst Jamaluddin al-Ghumuqi al-Husayni, ihn in die Strategien und Taktiken ein.

    Der erste Imam Daghestans und die erste führende Persönlichkeit im Krieg gegen die Russen war Ghazi Muhammed ibn Ismail ad-Daghestani, auch bekannt unter dem Namen Kazi Mulla. Durch Sheikh Jamaluddin al-Ghumuqi, der Nachfolger Sheikh Muhammed Efendi al-Yaraghis, wurde er in den Naqshbandi Orden eingeweiht. Gammer schreibt über ihn: „ ... (Sayyid) Jamal al-Din brachte Ghazi Muhammed zu seinem Lehrmeister, Sheikh Muhammed al-Yaraghi. Auf dass er seine Unterweisung im dem Gesetz Gottes vervollkommne und Muhammed Efendi ihn autorisierte die Tariqah im Lande Daghestans zu verbreiten. Auch gab er ihm seine Tochter zur Braut. So wurde Ghazi Muhammed zu einem Nachfolger des Jamal al-Dins und verrichtete Großes.“

    Sheikh Abd Allah ad-Daghestani berichtet, dass Sheikh Muhammed Efendi al-Yaraghi eine Vision mit Sheikh Shamil ash-Shirwani hatte und ihm die Autorität durch den Propheten verliehen wurde, den Kampf gegen die Unterdrücker fortzusetzen.

  • Sheikh Muhammed Efendi erzählte:

    Nach dem Morgengebet legte ich mich für ein kleines Nickerchen in meiner Moschee hin. Alsbald sah ich Sheikh Shamil ash-Shirwani auf mich zu kommen, wobei er vom Propheten und Salman al-Farsi begleitet wurde. Salman al-Farsi sagte daraufhin zu mir: „Sei zu deinem Sheikh so wie ich zum Propheten gewesen war. Ich hatte einen Schützengraben für die Schlacht des Khandaqs ausgegraben, welcher die Ausgewanderten und unsere Helfer vom Ansturm der Ungläubigen und der Unterdrücker bewahrt hatte.“ Nun zeigte er auf Sheikh Ismail ash-Shirwani und fuhr fort: „Seit langem schon ermutigte Ismail ash-Shirwani dich und Khas Muhammed eine stark Front gegen die Angreifer zu errichten. Heute soll der Tag gekommen sein.“ Dann blickte Sheikh Ismail zu mir: „Mein Sohn, du hast jetzt meine Erlaubnis, schreite voran, du wirst unterstützt werden. Verkünde den Kampf gegen die religiöse Unterdrückung.“

    Gammer stellt jenes wie folgt fest: In Daghestan entstand nun eine allgemeine einheitliche Widerstandsbewegung gegen die Russen. Sheikh Muhammed al-Yaraghi sollte nicht länger schweigen und unterstütze fortan Ghazi Muhammed. Schließlich erklärte er im September 1830 den Krieg gegen die Russen.

    Sheikh Abd Allah berichtet von Sheikh Muhammed Efendi al-Yaraghis Bemühungen im Kampf gegen die Russen, die ständig versuchten die Kontrolle über Daghestan zu erringen:

    Als Sheikh Muhammed Efendi al-Yaraghi in jener Vision mit dem Widerstand auf dem Schlachtfeld autorisiert worden war, wählte er seine Mitstreiter aus, erzog sie und unterstützte sie. Eines Tages rief er in seinem Gebet zu Gott: „O Gott, so wie Du dem Propheten Umar beschert hast, so gewähre auch mir Führer für den Widerstand, auf dass sie meine Mitstreiter in der Spiritualität des Naqshbandi Sufi Weges erziehen und sie durch die Sheikhs der Goldenen Kette unterstützen, insbesondere durch den lebenden Sheikh ihrer Zeit.“

    Der erste Imam, Ghazi Muhammed, fiel bei einem russischen Angriff im Jahre 1832. Ihm folgte der zweite Imam Daghestans, Hamza Bek ibn Ali al-Hutsali. Gammer schildert seine Ernennung: Nach dem Tode des ersten Imams ernannten die Gelehrten und Würdenträger Hamza Bek. Die Wahl des neuen Imams führte Sheikh Muhammed al-Yaraghi durch ... Muhammed al-Yaraghi kannte die negativen Auswirkungen des Todes von Ghazi Muhammed, welche sich mit der Zeit immer weiter verschlimmern würden, so ließ er ihren Mut nicht sinken und erwählte vorzeitig einen neuen Imam.

  • Über Imam Shamil (1212-1289 n.H. /1796-1871 n.Chr.), der 25 Jahre den Krieg gegen die Russen angeführt hat, schreibt Gammer: ... Shamil folgte dem Beispiel seines älteren Freundes (der erste Imam Daghestans Ghazi Muhammed) und wurde an der Hand des Sheikh Jamal al-Din in den Naqshbandi Orden eingeweiht und zu einem Nachfolger des Sheikh Muhammed al-Yaraghi ...

    Über seine Ernennung zum dritten Imam, nach der Ermordung des Hamza Beks, schreibt Gammer: Er berief eine Versammlung der Gelehrten und der Würdenträger zur Wahl eines neuen Imams. In der Tat, wählten die Teilnehmer einstimmig Shamil ... Dazu wurden sie sicherlich durch die Nominierung Shamils durch Sayyid Jamal al-Din verleitet – dem einzigen spirituellen Führer in Dahgestan nach dem Tode des Muhammed al-Yaraghis – Natürlich trug auch die schillernde Persönlichkeit Shamils zu seiner Ernennung bei ..

    Sheikh Abd Allah sagte über Imam Shamil: Der Erfolg Imam Shamils gegen die Unterdrücker lag in der spirituellen Unterstützung durch Sheikh Khas Muhammed, Sheikh Muhammed Efendi al-Yaraghi und Sayyid Jamaluddin al-Ghumuqi und schließlich war sie durch die Hilfe der Propheten begründet. Niemand hätte ihn aufgrund jenes spirituellen Rückhalts bezwingen könne. Einmal sandte Sheikh Muhammed Efendi al-Yaraghi eine Botschaft zu Imam Shamil über Sayyid Jamaluddin al-Ghumuqi: „Bewahre deine Herzensverbindung mit uns; und dir wird der Sieg über jeden gewährt. Andernfalls wirst du besiegt.“

    Sheikh Muhammed Efendi al-Yaraghi schied am 17. des Muharrem an einem Mittwoch im Jahre 1265 n.H. /1848 n.Chr. dahin. Er autorisierte Sayyid Jamaluddin al-Ghumuqi al-Husayni mit seiner Nachfolgerschaft und erfüllte somit den letzten Willen ihres gemeinsamen Sheikhs, Ismail ash-Shirwani.

powered by webEdition CMS